Man wolle gemeinsam deutlich machen, dass es einen Konsens für einen breiten Energiemix in der Gesellschat gebe, zitierte das "Handelsblatt" RWE-Boss Jürgen Großmann. Er gehört wie die Chefs der anderen drei großen Energiekonzeren Eon, EnBW und Vattenfall zu den Initiatoren.Wenig verwunderlich also, dass mit Jung von Matt ein RWE-Dienstleister zum Zuge kam.

Die Mehrzahl der Anzeigen-Unterzeichner kommen allerdings nicht aus der Energiebranche. Es ist ein Affront gegen den Kurs von Bundeskanzlerin Merkel, ein Warnschuss, wie aus dem Umfeld der Unterzeichner zu hören ist. Die Regierung muss den Kurs ändern, sonst versagt die Wirtschaftslobby die Unterstützung - auch so lässt sich die Kampagne interpretieren. Bis Ende September will die Regierung ein neues Energiekonzept beschließen, in dem die Bedeutung von Kohle, Kernkraftwerken und erneuerbaren Energien endgültig festgelegt wird.