Kampagnen-Poker mit unfreiwilligen Testimonials
Wer Promis ungefragt für Werbezwecke einspannt, muss mit einem juristischen Nachspiel rechnen. W&V Online zeigt Kampagnen, die sich trotzdem trauten.
Das Thema hat sich ja quasi aufgedrängt: Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt kam im Spanien-Urlaub der Dienstwagen abhanden. Ein dankbares Füllmaterial für das mediale Sommerloch. Und eine Steilvorlage für Jung von Matt. Die Agentur kreierte für den Mietwagenhersteller Sixt gleich ein paar passende Motive mit der Ministerin. Mit dem freundlichen Hinweis, beim nächsten Mal lieber auf einen Mietwagen umzusatteln.
Eigentlich darf Werbung niemanden ungefragt vor ihren Karren spannen. Es sei denn (und das nutzt Jung von Matt für Sixt), sie nimmt ein Thema aufs Korn, das gerade in aller Munde ist, und mutet nicht an, als identifiziere sich der Promi mit dem Produkt. Dann nämlich obsiegt das Recht auf freie Meinungsäußerung über den unbefugten Einsatz prominenter Köpfe. Doch nicht immer zieht dieses Argument und so mancher Werbekunde musste schon tief in die Tasche greifen.
Unsere W&V-Galerie zeigt Kampagnen, die sich trotzdem trauten. Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Werben & Verkaufen (EVT: 6. August 2009)