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Kunden, direkt der Hölle entstiegen

Kunden, direkt der Hölle entstiegen

veröffentlicht am 26.09.2011 um 15:40 Uhr · Agenturen · Artikel

Die kreative Welt könnte so schön sein - gäbe es nicht diese lästigen, uneinsichtigen, dummen Auftraggeber! Der digitale Kummerkasten "Clients from Hell" hat die Anekdoten seiner Besucher nun als Buch veröffentlicht.Hier können Web-Designer, Grafiker und freie Kreative ihr Leid klagen. Agenturen werden ähnlich häufig auf Kunden treffen, die direkt dem Höllenfeuer entstiegen sind.

"Clients from Hell" erscheint im Original auf Englisch - aber wir wetten, dass Ihnen diese Horrorgeschichten ebenfalls bekannt vorkommen werden. Los geht es mit den 15 schlimmsten Worten, die ein Designer zu hören bekommt: "Ich bin nicht sicher, was ich will, aber ich weiß es, wenn ich es sehe."

Sicher vom Fach auch dieser Kunde: "Wir können die Schrift nicht schwarz oder weiß machen, weil Apple beide Farben gehören." Sowieso, Gestaltung, wie der Kunde sie wahrnimmt, schwierig, schwierig: "Das mit der Frau im Rollstuhl gefällt uns. Wir wollen aber nicht, dass die Leute den Eindruck haben, im Rollstuhl zu sitzen mache sie unweiblich. Sie müssen die Brüste größer machen."

Der Kunde und die Fremdsprachen: Vive la France! Kunde: "Toll! Ich würde Sie gern mit dem Projektmanager und dem Marketingchef zu einer kleinen Ménage à trois zusammenbringen, bevor wir die nächste Stufe des Projekts zünden." Der Kreative: "Wie bitte?" Kunde: Ach, Ménage à trois? Das ist Französisch und bedeutet 'Zusammenarbeit'."

Auch von den grenzenlosen Möglichkeiten von Photoshop haben Kunden eine klare Vorstellung: "Das Foto sieht so unrealistisch aus. Können Sie mehr Wirklichkeit zugeben?" Und wenn das nicht geht: "Ich hasse es. Versuchen Sie's noch mal."

Am schlimmsten aber ist der Zahltag, Tag der Abrechnung wäre wohl passender: "Es scheint", sagt der Auftraggeber, "als ob wir jedes Mal, wenn wir Sie beauftragen, dafür bezahlen müssen." Ja, so weit kommt es noch!

Kommunikation ist eine hohe Kunst, die selbst in der Branche nicht jeder mit Bravour meistert. Wenn Sie das erfreut: Channel V Books vertreibt das Buch u.a. via Amazon. Frust loswerden können Sie auf der Webseite. Die Initiatoren der Webseite, selbst Kreative (die gern anonym bleiben wollen), haben das Blog einst aus Spaß begonnen. Oder besser: aus Frust. Die Jungs dachten, sie allein seien mit Horrorkunden geplagt - und stellten mit Hilfe des Blogs fest: Wir sind nicht allein. Kann man so sagen: Heute haben die "Clients from Hell" 80.000 Fans auf Tumblr, 20.000 auf Twitter.

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