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Mediaplus lässt für Amnesty International Menschen verschwinden
Folter, Todesstrafe, politischer Mord, plötzliches Verschwinden von Menschen - das sind zentrale Themen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International.
Am Münchner Flughafen ließ die Agentur Mediaplus nun im Auftrag der Menschenrechtsorganisation mittels Kamera, Riesenmonitor und technischer Tricks Menschen sprichwörtlich verschwinden.
Die Kamera wurde auf einer stark frequentierten Galerie mit Restaurants und Bars hinter einem Monitor so befestigt, dass sie die vom Bildschirm verdeckten Realbilder wartender Menschen in der Schalterhalle eins zu eins einspielen konnte. "Mittels Masken aus Bildern der menschenleeren Halle, von der Tageszeit her unterschiedlichen Beleuchtungszuständen und Bildmischtechniken zwischen Live-Bild und Bildmasken konnten wir ganz gezielt Personen auf dem Monitor verschwinden lassen", berichtet Ekki Frenkler, der Kreativchef der Mediaplus-Gruppe.
"Für die meisten Bereiche, in denen Amnesty arbeitet, haben wir Bilder im Kopf. Dazu trägt natürlich vor allem die mediale Berichterstattung bei. Was das Verschwinden oder die Entführung von Menschen betrifft, so verfügen wir jedoch meist nur über diffuse Bilder", erklärt Frenkler den Sinn der Aktion.
Aufmerksam gewordene Passanten, die sich um den Monitor versammelten und das Verschwinden der Reisenden mitverfolgten, erhielten Informationen zum Thema sowie Hinweise auf Spendenmöglichkeiten.
Weber Redakteur










