Munich One stellt Insolvenzantrag
Die Eventagentur Munich One hat am Dienstagnachmittag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Antrag auf Insolvenz gestellt. Nach dem Vorbild der Münchner Prinzregenten wählt auch Munich One den offensiven Weg und teilt den Schritt per Pressemitteilung mit.
Die Münchner Eventagentur Munich One Live Communications hat am Dienstagnachmittag beim Amtsgericht München wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. "Damit zieht die Geschäftsführung um Martin Stenzel und Michael Brohm eine notwendig gewordene Konsequenz, die als Folge der seit Ende 2008 eingetretenen Wirtschaftskrise bewertet werden kann", ließ die Agentur per Pressemitteilung wissen.
Zwar gaben positive Entwicklungen im ersten Quartal 2010 Anlass "zu etwas optimistischeren Prognosen", die aktuelle Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal und die Aussichten auf die weiteren Monate würden jedoch deutlich zeigen, dass kein Aufwärtstrend feststellbar sei und gleichzeitig keine weiteren Reserven zur Verfügung stünden, heißt es weiter. Die Agentur hatte im vergangenen Jahr nicht nur mit Auftragsrückgängen und Budgetkürzungen zu kämpfen, sondern auch mit einem zweimonatigen Ausfall des Geschäftsführers Martin Stenzel aufgrund eines Unfalls.
"Es ist sehr schmerzlich, dass trotz aller Bemühungen und Anstrengungen nicht vermieden werden konnte, gestern einen für alle Mitarbeiter sehr schwierigen Weg zu beschreiten. Wir werden alles tun, um für alle Beteiligten eine gute Lösung zu finden", sagt Geschäftsführer Martin Stenzel.
Munich One ist eine inhabergeführte Full-Service-Agentur mit Niederlassungen in München, Salzburg, Peking und Kapstadt. Zu den Kunden zählen unter anderem Audi, BayWa, BMW Group, Porsche Austria, Adidas, Arcor, Mercedes-Benz und die Stiftung Deutsche Sporthilfe.