Till Eckel soll Jung von Matt/Spree wieder nach vorne bringen
Der DDB-CD und VW-Verantwortliche Till Eckel geht zu Jung von Matt/Spree und ersetzt dort Tom Schwarz.
Seit dem Abgang des hochdekorierten und in der Branche als großes Talent benannten Wolfgang Schneider zu BBDO, war es bei Jung von Matt an der Berliner Spree ruhig geworden. Zuletzt hatte die Agentur für Aufsehen gesorgt, weil sie fünf Geschäftsführer hatte, die die Lücke, die der einstige Geschäftsführer Frank Lotze und eben Schneider gerissen hatten, schließen sollte. Digital-Experte Andreas Freitag hatte dann kurze Zeit später jedoch seinen Abschied verkündet. Jetzt soll es Till Eckel richten. Das berichtet der "Kontakter" in seiner aktuellen Ausgabe (EVT: 14. Juni).
Eckel, der zuletzt bei DDB Tribal als kreativer Chef den Kunden Volkswagen verantwortet hat, ersetzt Tom Schwarz, der nach nur einem kurzen Intermezzo an der Spree die Agentur verlässt. Was er künftig machen wird, ist noch nicht bekannt. Erst im Herbst 2010 war Tom Schwarz von Jung von Matt in Wien nach Berlin gewechselt. Vor seinem Jung von Matt-Engagement arbeitete er für DDB Düsseldorf.
Till Eckel, der letzte CD bei DDB Tribal aus der Ära der einstigen Geschäftsführer Stefan Schulte und Andreas Poulionakis wird Geschäftsführer Kreation und verantwortet bei Jung von Matt in Berlin damit gemeinsam mit Mathias Stiller den kreativen Output der Agentur. Auf Beratungsseite stehen Mark Wilms und Ilan Schäfer parat. „Konzeptionell denkende Top-Kreative sind ein seltene Spezies", freut sich Jean-Remy von Matt über den Neuzugang Eckel. "Schön, dass unsere Berliner das Rennen um Till gewonnen haben.“
Mit dem eingeleiteten Umbau der Agentur DDB war Till Eckel 2010 zum VW-Unit-Leiter befördert worden. Vor seinem DDB-Engagement arbeitete der Texter unter anderem vier Jahre bei Heimat, zuvor bei Scholz & Friends und Springer & Jacoby. Sein Abschied bei DDB Tribal geschehe im gegenseitigen Einverständnis, haben beide Seiten zu einem früheren Zeitpunkt betont.
Auf Eckel wartet jetzt einige Arbeit. Zwar ist die Berliner Dependance gerade mit der Sparkassen-Kampagne "Giro sucht Hero" im Gespräch, ansonsten waren aber der kreative Output und auch das Neugeschäft in der Hauptstadt zuletzt eher mau.