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"Ungereimtheiten": ADC-Rebell Leske teilt weiter aus
Mit Verwunderung und Ablehnung reagiert der Art Dirctors Club (ADC) auf den Vorwurf des Missmanagements und der Geldverschwendung, den sein Mitglied Charly Leske in einem Beitrag des "Hamburger Abendblatts" erhoben hat.
Ex-ADC-Schatzmeister Matthias Kindler antwortete nun mit einem offenen Brief an alle Mitglieder auf Leskes Kritik. "Von Geldverschwendung oder gar Misswirtschaft kann keine Rede sein", so Kindler. Vielmehr stünde der ADC auf soliden finanziellen Beinen. Mehr noch: Gegenüber 1996, dem Jahr, in dem Charly Leske aus dem ADC-Vorstand ausgeschieden war, läge das Vermögen des Kreativclubs um etwa 60 Prozent höher. Darüber hinaus werde der ADC seit Jahren von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer testiert, es herrsche bei den Finanzen "völlige Transparenz".
Doch damit will sich Leske nicht zufrieden geben. Seiner Meinung nach gehe es nicht darum, die "Stimmigkeit der Zahlen" zu überprüfen. Vielmehr gäbe es eine Reihe "Ungereimtheiten" und Fehlinformationen, die es nötig machen würden, alle Projekte und alle Ausgaben des ADC auf den Prüfstand zu stellen. Leskes Liste ist lang und reicht vom Engagement des Kreativclubs bei der Berlin School of Leadership über die Konzeption und Umsetzung des Vorzeige-Events "Gipfel der Kreativität" sowie die personelle Ausstattung des ADC-Büros in Berlin.
Zudem kann der Hamburger Kreative nicht nachvollziehen, weshalb bei der Jahreshauptversammlung im Herbst 2008 noch kein Wort zu wirtschaftlichen Problemen verloren wurde, wenig spät jedoch Projekte wie die komplette Ausstellung der Arbeiten für den ADC-Award und das ADC-Buch 2009 dem Rotstift zum Opfer fielen. "Wenn der Club, wie Herr Kindler sagt, so viel Vermögen angehäuft hat, weshalb dann diese Maßnahmen?", fragt Leske. Er will auf Kindlers Brief antworten. In der Sache aufgeben will er jedenfalls nicht.
Hammer Redakteur










