Apple präsentiert Speicherdienst iCloud
Der erkrankte Apple-Chef persönlich, Steve Jobs, hat den neuen Online-Speicherdienst iCloud vorgestellt. Eine neue iPhone-Version wurde aber nicht enthüllt.
Der erkrankte Apple-Chef Steve Jobs hat am Montag Abend den neuen Online-Speicherdienst iCloud des US-Konzerns enthüllt. Der Dienst soll die digitale Musiksammlung, Fotos und andere Dokumente der Nutzer in der Datenwolke des Internets speichern und automatisch auf alle Ausgabegeräte wie Computer, Tablet-PCs oder internetfähige Handys übertragen.
Die Vorstellung von iCloud war mit Spannung erwartet worden. "Einige Menschen denken, die Datenwolke ist nur eine Festplatte", sagte Jobs. "Wir glauben, dass sie mehr ist." Der Apple-Chef sagte, er wolle iCloud zu einer Art "Drehscheibe" für die Datensammlung der Nutzer machen. Hinter dem Dienst verbirgt sich die Idee des Cloud Computing, bei der Anwendungen und Daten nicht mehr an einen festen Rechner gebunden sind, sondern ins Internet ausgelagert werden. Zuvor hatten bereits die Apple-Konkurrenten Google und Amazon ähnliche Dienste für das Speichern von Musik vorgestellt. Auch existieren im Internet bereits Angebote wie Dropbox, die automatisch die im Netz abgelegten Dateien zwischen mehreren Computern synchronisieren können.
Zum Auftakt der jährlichen Entwicklerkonferenz WWDC präsentierte Apple überdies die neue Generation der Betriebssysteme für Mac-Computer und iPhones. So führte Marketing-Chef Phil Schiller die achte Version des Mac-Betriebssystems OS X mit dem Namen Lion vor. Zu den Neuerungen gehört unter anderem eine "Airdrop" genannte Funktion, bei der sich in der Nähe befindliche Mac-Nutzer gegenseitig Dateien über eine drahtlose Verbindung zuschieben können. Anschließend enthüllte Apple-Manager Scott Forstall das neue mobile Betriebssystem iOS 5 für iPhone und iPad.