Bezahlsysteme für Verlage - made by Google
Während die Verlage versuchen, ihre Inhalte im Web zu vermarkten, tüftelt der Suchmaschinen-Riese ebenfalls an Modellen, um den Online-Content der Printhäuser zu versilbern.
Der Internet-Konzern Google hat US-Verlegern ein Bezahlsystem vorgeschlagen, über das einzelne Artikel gekauft und abgerechnet werden können. Auch die deutschen Verlage hatten in jüngster Vergangenheit ihren wachsenden Unmut über den Nachrichten-Aggregator Google News kundgetan, der Verlagsinhalte auffindbar macht – ohne, dass Verlage und Urheber davon profitieren. Momentan sucht die Print-Branche nach Bezahlmodellen für ihre Inhalte im Internet, auch um die Rückgänge im Vertrieb- und Anzeigengeschäft ihres Stammgeschäfts zu kompensieren.
Bereits im kommenden Jahr soll Googles Bezahlsystem, das sowohl den Kauf von Abonnements als auch einzelner Texte ermöglichen soll, fertig sein. Die Idee, dass verlagsfremde Unternehmen an Lösungen für Verlage basteln, kommt vom amerikanischen Zeitungsverleger-Verband NAA. Beiträge haben neben Google auch IBM und Oracle eingereicht.