Google darf Motorola Mobility übernehmen
Die EU und die USA stimmen der Übernahme der Mobilfunksparte von Motorola zu.
Es wird ein Milliardendeal. Die Europäische Union (EU) und das US-Justizministerium erlaubt Google die geplante Übernahme des Handy-Herstellers Motorola Mobility. Das 12,5 Milliarden Dollar schwere Geschäft selbst habe keine maßgeblichen Auswirkungen auf den Markt von Handy-Betriebssystemen und den dazugehörenden Patenten, erklärte EU-Kommissar Joaquin Almunia.
Google will den Handy-Pionier Motorola vor allem übernehmen, um sein Patente-Portfolio zu erweitern; der Mobilfunk-Pionier Motorola hält Tausende Patente – darunter auch viele, die als unverzichtbar für die Umsetzung von Funkstandards wie UMTS gelten. In diesem Zusammenhang zeigten sich die EU-Kartellwächter daher auch kritisch: Sie würden genau darauf achten, dass Google die Motorola-Patente künftig nicht missbräuchlich einsetze, sagte Almunia vor Journalisten. "Die Behörde wird nicht zögern, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um den wettbewerbswidrigen Einsatz von grundlegenden Patenten zu unterbinden."
Das Geschäft muss nun unter anderem auch noch in China genehmigt werden. Google hatte die Übernahme von Motorola im August angekündigt. Mit dem größten Zukauf in seiner Geschichte will der Internetriese seine Stellung im Mobilfunkmarkt stärken, wo das Unternehmen bislang hauptsächlich als Anbieter des Betriebssystems Android vertreten ist. Technologieunternehmen wie auch Apple und Samsung liefern sich erbitterte Kämpfe um begehrte Patente und gehen vor Gericht mit Urheberrechtsklagen immer härter gegen ihre Rivalen vor.