Schlechte Werte für die Berliner Grünen auch im Social Web
Eigentlich galt Renate Künast als aussichtsreiche Kandidatin als Berliner Oberbürgermeisterin. Die Umfragenwerte lassen die grünen Träume inzwischen aber platzen. Und auch wenn es nach dem Social Web ginge, käme erneut die SPD an die Spitze.
Beim Straßenwahlkampf hat es Renate Künast in Berlin derzeit nicht leicht. Obwohl der Wowereit-Herausfordererin zu Beginn des Wahlkampfs gute Chancen zugesprochen wurden, sind die Umfragenwerte der Grünen rund eine Woche vor der Wahl am 18. September deutlich schlechter als die der SPD und liegen auch unter denen der CDU. Während die SPD bei 32 Prozent liegt, schaffen es die Grünen gerade mal auf 19,5 Prozent.
Im Social Web sind die Abstände ähnlich. JOM Jäschke Operational Media hat rund fünf Wochen lang etwa 7.000 Kommentare und Äußerungen zur Wahl im Social Web untersucht. Hier kommt die SDP demnach auf 30 Prozent Zustimmung, gefolgt von der CDU mit 23,3. Zu den Grünen äußerten sich nur 18,8 Prozent der Onliner zustimmend. Deutlich besser als in der Sonntagsfrage kommen Die Linke und die FDP im Social Web weg. Während nur 11 Prozent bei der letzten Umfrage angaben, Die Linke zu wählen, ist die Zustimmung im Internet mit 21,3 Prozent deutlich höher. Ginge es nach den Onlinern, käme die FDP mit 6,7 Prozent in das Berliner Abgeordnetenhaus, während sie es laut der Sonntagsfrage mit nur auf drei Prozent nicht schaffen würde.
Beschäftigt haben das Social Web vor allem die Bildungspolitik, die Wohnungspolitik – und zwar vor allem eine Mietobergrenze und die Serie von Brandanschlägen auf Berliner Autos. Diskutiert wurde auch über die Umfrageverluste der Grünen. Allein mehr als ein Drittel aller untersuchten Beiträge beschäftigten sich damit.
Im Neuromarketing-Check der Bremer Markenagentur Red Pepper allerdings konnten die Grünen mit ihern Plakaten punkten, ganz im Gegenteil zu den Plakaten der meisten anderen Parteien.