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VZwerbefabrik: Performance-Agenturen fordern mehr Targeting
Mit der VZwerbefabrik nimmt der Betreiber der Sozialen Plattformen, die VZnet Netwerke, den Long-Tail ins Visier. Die Tochter der Mediengruppe Holtzbrinck hat mit dem Selbsteinbuchungs-Tool auf die kleineren Werbekunden abgesehen. Sven Bagemihl, seit April als Sales-Verantwortlicher der VZ-Netzwerke, glaubt daran, dass sich über die Werbefabrik in diesem Jahr schon zehn Prozent der Werbeumsätze erwirtschaften lassen.
Doch die Performance-Agenturen, die für ihre Kunden erfolgsabhängige Kampagnen einbuchen, wollen mehr Möglichkeiten zur Aussteuerung. Bisher stehen zur Eingrenzung nur Geschlecht, Alter und Wohnregion zur Verfügung. "Das Targeting der VZwerbefabrik ist auf jeden Fall noch ausbaufähig, Facebook ist hier schon einen guten Schritt weiter“, erklärt etwa Marko Tolle von der Münchner Agentur Quisma. Die Funktionen seien noch sehr begrenzt und befinden sich noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium. Das bestätigt Sven Bagemihl, der eine Weiterentwicklung der Targeting-Möglichkeiten bereits zur dmexco in Aussicht stellt.
Auch die Frankfurter Performance-Agentur Jaron hat erste Kampagnen bereits auf StudiVZ geschaltet: Für valide, vergleichende Aussagen zwischen Facebook und studiVZ sei es noch etwas früh, erklärt Christian Wochagg, Social Media Consultant bei Jaron. "Es zeichnet sich jedoch bereits ab, dass die erweiterten Targeting-Möglichkeiten auf Facebook durch Keyword-Advertising der Kampagnen – Performance sehr zuträglich sind.“
VZnet Netzwerke hat nach eigener Aussage, die Targeting-Möglichkeiten auch aus Datenschutz-Gründen begrenzt. Diese Notwendigkeit der Einhaltung der Regeln erkennen auch die Agenturen. Verweisen aber darauf, dass bei der Schaltung keine Daten weitergegeben werden. Hinzu kommt ein weiterer Punkt: "Nach eigener Erfahrung als Social-Networks-Nutzer sind Anzeigen, die den privaten Interessen entsprechen, weitaus nützlicher und willkommener als jene, die den User quasi nicht tangieren und im schlechtesten Fall als Störfaktor auffallen“, betont Jaron-Social-Experte Wochagg.
Mehr zur VZwerbefabrik und deren künftigen Anwendungsmöglichkeiten in der aktuellen Ausgabe der W&V (26/2010).
Städele Redakteur











