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Wer wird der nächste Besitzer? Offenbar sucht Axel Springer einen Käufer für Wallstreet Online.
Wer wird der nächste Besitzer? Offenbar sucht Axel Springer einen Käufer für Wallstreet Online.

Wallstreet Online steht zum Verkauf

veröffentlicht am 06.01.2010 um 14:00 Uhr · Digital · Artikel

Axel Springer will offenbar nicht nur die Print-Titel der Verlagstochter Financial Media (u.a. "Euro", "Euro am Sonntag") veräußern (W&V 51/2009). W&V-Informationen zufolge steht darüber hinaus das Berliner Wirtschafts-Portal Wallstreet Online unter Vorstand Felix Plog zur Disposition.

Beide Gesellschaften sind rechtlich, redaktionell und personell miteinander verflochten: Erst im April 2009 hatte Axel Springer Financial Media ihre Beteiligung an Wallstreet Online von 71,9 auf 75,01 Prozent erhöht; die übrigen Anteile an der Börsen-Community befinden sich im Streubesitz, was nach Springer-interner Einschätzung den Verkauf aber nicht behindern dürfte. Außerdem beliefern die Münchner Finanztitel das Portal mit Content. Vorstand Plog ist zugleich Co-Geschäftsführer der Münchner Axel Springer Financial Media neben Frank-B. Werner.

Wallstreet Online kämpft seit geraumer Zeit mit größeren Schwierigkeiten. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Umsatzerlöse bei Wallstreet Online im ersten Halbjahr 2009 um 1,2 Millionen Euro auf 1,4 Millionen Euro zurückgegangen. Hinzu kommen rote, millionenschwere Schleifspuren in der Bilanz von Januar bis Juni 2009. Auch im Führungsgremium läuft es nicht eben rund: Stefanie Scholz, im Vorstand zuständig für Vertrieb, Marketing und Personal, hat die Wallstreet Online AG bereits nach rund einem Jahr zum 31. Oktober 2009 wegen „unterschiedlicher Auffassungen über die strategische Weiterentwicklung“ verlassen. Sie war für den Aufbau der Vermarktung zuständig und konsolidierte das Kunden- und Leistungsportfolio.

Offiziell heißt es, Axel Springer prüfe derzeit „ergebnisoffen unterschiedliche Optionen für die Marken von Axel Springer Financial Media“. Man sei mit „verschiedenen Interessenten“ im Kontakt, so ein Sprecher des Konzerns gegenüber W&V.

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