Web-TV-Monitor 2010: Der Markt der Internet-Videos
Mit 47 Prozent stammt fast die Hälfte der Web-TV-Angebote in Deutschland von klassischen Medien. Am meisten genutzt werden allerdings Video-Sharing-Portale wie Facebook.
Bunte Vielfalt bietet mittlerweile der Web-TV-Markt. Rund 1300 Sender gibt es derzeit in Deutschland. Auf den überwiegend kostenfreien Plattformen werden täglich 151 Millionen Videos abgerufen. Für 2015 rechnet die Studie „Web-TV-Monitor 2010“, durchgeführt von Goldmedia im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) mit mehr als einer Verdoppelung (390 Millionen) dieser Zahl.
Mit 47 Prozent stammt knapp die Hälfte der Angebote von klassischen Medien. Innerhalb dieser dominieren wiederum die Internet-Angebote der Printmedien (26 Prozent). Die Submarken der TV-Sender, ohne deren Mediatheken und Videocenter, kommen auf 16 Prozent, Radiosender auf fünf Prozent. Mehr als ein Drittel sind Web-TV-Sender, die ausschließlich für das Internet produziert wurden.
Die größte Nutzung entfällt auf Video-Sharing-Portale und Anbieter von User-Generated-Content wie Youtube: Sie machen 89 Prozent aus. Daneben sind vor allem die Mediatheken/Videocenter und Submarken der TV-Sender, wie die ARD-Mediathek, ZDF-Mediathek, RTL Now und Maxdome relevant. Die Nutzungsschwerpunkte beim Web-TV liegen wie beim klassischen Fernsehen am Abend, mit 18 bis 21 Uhr aber noch leicht vor der TV-Prime-Time.