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Philipp Welte diskutierte mit Harald Eisenächer über Refinanzierungsmodelle.
Philipp Welte diskutierte mit Harald Eisenächer über Refinanzierungsmodelle.

Welte auf der Dmexco: "Werbung ist noch der Königsweg“

veröffentlicht am 23.09.2009 um 15:00 Uhr · Digital · Artikel

Die etablierten Inhalte-Produzenten müssen reagieren, sollten sie überleben wollen. Der Burda-Manager Philipp Welte und Telekom-Vorstand Harald Eisenächer diskutierten auf der Branchenmesse Dmexco über künftige Refinanzierungsmodelle von Content-Lieferanten wie Verlage. Als Diskussionsvorlage diente eine Abstimmung aus dem Publikum: Hier waren 42 Prozent der Meinung, dass Online-Werbung die Zukunft gehört. Dahinter folgten Online-Premium-Abos (25 Prozent), Mobile-Applications (16 Prozent) und erst auf dem vierten Platz Micro-Payment (13 Prozent).

Welte bestätigt: "Werbung ist nach wie vor der Königsweg.“ Dies sei nach wie vor die Realität. Die Verlage wollen deshalb auch mehr am Werbekuchen partizipieren. "Die Monetarisierung beginnt mit dem Leistungsschutzrecht“, sagt Welte. Dieser Content-Schutz sei ein weltweit politisches Thema, das in Deutschland über die Verbände getrieben werde. Werbung in klassischem Sine verliere aber an Bedeutung. Transaktionsbasierte Anzeigen werden dagegen immer wichtiger.

Welte beschreibt die derzeitige Situation mit einem Kino: Die Verlage kaufen Filme ein und stellen Sitze auf. Andere Menschen und Unternehmen ließen jedoch Zuschauer zum Seiteneingang rein. Dies sei eine schleichende Enteignung der Content-Produzenten. Die Verlage müssen dafür sorgen, dass aus der parasitären Situation eine Kooperation wird. Welte nimmt dafür auch Geld in die Hand: "Einen Sparkurs bei Burda gibt es nicht. Wir werden auch in diesem Jahr einen zweistelligen Millionenbetrag in neue Internet-Projekte investieren", sagt der Manager.

Eisenächer glaubt, dass die Zukunft der Content-Produzenten in der Vernetzung liegt. Die Zusammenarbeit – auch unter der Verlagen – sei in der Tat ein Weg, in Zukunft zu verstehen. "Wir liefern die Inhalte – andere wie die Telekom machen den Saal voll". Zudem müssten die Content-Produzenten lernen, über verschiedene technische Vertriebswege ihre Inhalte zu verbreiten.

Im Kampf um die Aufmerksamkeit der Nutzer werden künftig die Sozialen Netzwerke (40 Prozent) und Google (31 Prozent) gewinnen, so das Fachpublikum. Die Verlage sehen nur zehn Prozent vorne. Eine gute Zahl für Welte – er hatte nur auf fünf Prozent getippt.

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