Andrea Malgara soll Mediaplus-Chef werden
Vom Sky-Vermarkter in die Media-Branche: Andrea Malgara steht offenbar vor einem erneuten Jobwechsel. In der Serviceplan-Gruppe könnte er bald den BMW-Etat verteidigen.
Sales-Manager Andrea Malgara braucht offenbar schon wieder neue Visitenkarten. Wie der W&V-Schwestertitel "Kontakter" in seiner aktuellen Ausgabe (EVT: 11.04.) berichtet, wird der rührige geschäftsführende Gesellschafter des Sky-Vermarkters Premium Media Solutions ins Media-Lager wechseln. Es heißt, Malgara solle Geschäftsführer der Mediaagentur Mediaplus werden und damit in die Serviceplan Gruppe wechseln.
Bei Serviceplan/Mediaplus geht es darum, einen Nachfolger für Werner Reineke zu finden, der in den Ruhestand geht. Ein verantwortungsvoller Posten, der unter anderem die Betreuung des wichtigen Kunden BMW umfasst. Noch ist unklar, wann genau Malgara in der Mediabranche anheuern wird – er könnte bei Mediaplus starten, indem er den BMW-Etat verteidigen muss. Im Lauf des Montags ist durchgesickert, dass Malgara spätestens Ende Oktober den Sky-Vermarkter verlassen wird. Weder Serviceplan noch Malgara kommentieren diese Informationen gegenüber dem Kontakter.
Vieles deutet darauf hin, dass der langjährige Verkaufsmanager des ProSiebenSat.1-Vermarkters SevenOne Media auch seine Gesellschafterrolle bei PMS aufgeben könnte. Dort hält der 46-Jährige 24,1 Prozent, die er nach seinem Ausstieg bei SevenOne zum Jahreswechsel 2010 vom damaligen PMS-Gesellschafter Christian Unterseer erworben hat. Unterseers CUTV ist im vergangenen Jahr wieder aus dem Sky-Vermarkter ausgestiegen; seither hält die Pay-TV-AG die restlichen Anteile und damit die Mehrheit. Just diese Konstellation soll nicht besonders einfach sein, ist immer wieder zu hören, zumal sich der erfahrene Verkäufer Malgara mit dem Vorstand der Sky Deutschland AG abstimmen muss. Außerdem teilt sich Malgara mit Carsten Schmidt, der bei Sky als Vorstand für Sport, Werbung und Vertrieb zuständig ist, die Geschäftsführung der PMS.
Durchgesetzt hat Andrea Malgara zuletzt, dass die Sky-Quoten offiziell von der AGF erhoben werden, was die Werbeumsätze von Sky beflügeln soll. Für dieses Jahr rechnet PMS erneut mit einem deutlichen zweistelligen Zuwachs auf gut 25 Millionen Euro. Weitere Infos gibt es im aktuellen Kontakter.
jok/ps