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Auf dem Weg zum MedienMBA: Der Blick über die Grenzen

veröffentlicht am 15.12.2011 um 14:00 Uhr · Medien · Artikel

München/Stuttgart, Mitte August

Wie heiß kann eigentlich ein ICE im Hochsommer werden, wenn die Kühlung ausfällt? Seit diesem Freitag kenne ich die Antwort: sehr, sehr heiß. Zweieinhalb Stunden nach Stuttgart können sehr lang sein. Das Quecksilber steigt. Zwar sind nur wenige Zugabschnitte betroffen. Aber an einen Wechsel ist nicht zu denken – Sommerferien, der Zug ist voll. Richtig voll.

Also schwitze ich auf dem Weg zum Assessment-Center der Steinbeis-Hochschule. Zuvor hatte ich mich schon schriftlich beworben, Lebenslauf, Abitur-, Hochschul- und Arbeitszeugnisse, das ganze Programm.

Ein Online-Test nach dem KODE-Verfahren (Kompetenz-Diagnostik und -Entwicklung) hat mein tatsächliches oder zumindest potenzielles Führungsverhalten durchleuchtet. Jetzt habe ich es schriftlich: Ich bin ausgesprochen wettbewerbsorientiert und habe einen hohen Handlungs- und Realisierungsanspruch, ich handle gründlich, sach- und faktenorientiert. Außerdem zeige ich bei meiner Handlungskompetenz eine hohe Flexibilität. Und ich neige dazu, mich an die Spitze von Projekten und Aufgaben zu setzen. Ich übertrage meinen Willen zu Problemlösungen und schnellem Handeln auf andere und versuche, sie mitzureißen. In schwierigen Situationen vermag ich als „Durchreißer“ aktiv zu werden. Also dann, der Weg nach Berlin führt über Stuttgart.

Beste Lage: Das Steinbeis-Studienzentrum in Berlin-Charlottenburg.

Am Ende des Tages, nach vierstündiger Prüfung (von 13 bis 17 Uhr), sollte ich genug Gelegenheit gehabt haben, Steherqualitäten zu beweisen. Ich werde eine Fallstudie zur Web 2.0-Strategie eines Medienunternehmens bearbeitet, präsentiert, diskutiert und mit reichlich Stoff zu den digitalen Märkten und Implementierungsstrategien in Verlagen dargelegt haben. Ich werde ein Zukunftsbild meiner Branche entworfen haben. Hinzu kommt ein einstündiger Englisch-Leistungstest, ein Gespräch zu meinem Kompetenztest und eine Reflexion über meine Arbeit bei W&V und meine persönlichen Ziele in der Unternehmensgruppe Süddeutscher Verlag. Ausgetestet fahre ich dann nach Hause...

Kurze Zeit später der Brief: grünes Licht! Jawoll! Berlin, Berlin, ich fahre nach Berlin!

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