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Bauer plant Angriff auf "Grazia" und "Gala"
Die Bauer Media Group bläst zum Großangriff auf die Konkurrenztitel "Grazia" und "Gala". Unter Hochdruck entwickelt Tom Junkersdorf, Chef-Journalist des Hamburger Zeitschriftenhauses, seit vergangenem Jahr ein wöchentliches Frauenmagazin, das eine Mischung aus Fashion- und People-Magazin werden soll. Dies berichtet der Kontakter unter Berufung auf Verlagskreise.
Der Start des neuen Titels ist noch für die erste Jahreshälfte geplant. Die Neuentwickung soll die angestammten Bauer-Frauenmagazine "Life & Style", "Intouch" oder "Maxi" weder verdrängen noch ersetzen, heißt es in Branchenkreisen. Auf Nachfrage des Kontakters heißt es dazu offiziell: „Die Bauer Media Group entwickelt permanent neue Produkte, wie jedes andere Verlagshaus auch. Es ist noch nichts spruchreif - aber in Abhängigkeit der Marktsituation kann es durchaus sein, dass wir in Richtung Sommer ein neues Objekt testen werden.“
Um das Vorhaben umzusetzen, soll Junkersdorf, ehemals "Bravo"-Chefredakteur, ein Redaktionsteam von 25 Mitarbeitern aufgebaut haben. Als Fotochef für das Vorhaben hat er offenbar Philipp Schwartz gewonnen, der zuletzt in gleicher Position bei "In - Das Star & Style Magazin" gearbeitet hatte, einem Joint-Venture von Gruner + Jahr und Klambt. Mit dem neuen Produkt würde Bauer genau diesen beiden Hamburger Konkurrenten in die Parade fahren: "Grazia" ist wie "In" ein Joint Venture von G+J und Klambt, "Gala" gehört Gruner alleine.
Der Schritt von Bauer wäre mutig, da der Markt seit Jahren als übersättigt gilt. Zudem steht "Life & Style" - mit einem ähnlichen Konzept wie der Neutitel - wirtschaftlich unter Druck: Laut den Daten der VDZ-Website PZ-Online lagen die Brutto-Werbeumsätze im Dezember bei 378.700 Euro. Im Vorjahreszeitraum wurden noch 428.900 Euro umgesetzt. Die tatsächlichen Netto-Erlöse dürften weit darunter liegen. Insidern zufolge zielt Bauer mit dem Titel gerade deshalb auf das Anzeigengeschäft mit der Kosmetik- und Beauty-Industrie, die mit der Niedrigpreispostille "Life & Style" nicht zu bekommen ist.
gl/fze
Lipinski Redakteur










