Deutscher Radiopreis geht an den Start
Neben dem Fernsehpreis wird künftig auch der Deutsche Radiopreis für herausragenden Leistungen im Hörfunk verliehen. ARD, Radiozentrale, die Stadt Hamburg und das Grimme Institut ziehen dabei an einem Strang.
Der Hörfunk bekommt seinen eigenen Preis: Voraussichtlich am 17. September wird im Rahmen einer festlichen Gala in Hamburg zum ersten Mal "Der Deutsche Radiopreis“ verliehen. Stifter des Projekts sind die ARD und die Radiozentrale, gemeinsame Marketing-Initiative von privaten und öffentlich-rechtlichen Hörfunksendern. Kooperationspartner des Preises sind die Hansestadt Hamburg und das Grimme Institut in Marl. Letzteres wird – wie beim Deutschen Fernsehpreis – die Jury stellen und damit auch über die Preisträger entscheiden.
Geplant ist, dass Preise für herausragende Leistungen im Radio in elf Kategorien verliehen werden. Ausgezeichnet werden sollen Reportagen ebenso wie Comedy-Formate oder Sportkommentare. Die Federführung für die Organisation hat der NDR.
Vorgestellt wird das Projekt am 4. Februar beim NDR in Hamburg. Mit dabei ist der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust, NDR-Intendant Lutz Marmor, Hamburgs Senatorin der Behörde für Kultur, Sport und Medien,Karin von Welck, der Direktor des Grimme-Instituts, Uwe Kammann, sowie Lutz Kuckuck, Geschäftsführer der Radiozentrale. Bettina Tietjen wird die Präsentation am 4. Februar moderieren.
Einen ersten Anlauf zu einem solchen Preis hat es bereits im Jahr 2005 gegeben - allerdings nur im Lager der Privatsender. Die German Radio Awards wurden damals im Umfeld der IFA unter Federführung von Radio Hamburg verliehen. Eine Wiederholung des Events gab es nicht, die Finanzierung war dabei ein Knackpunkt.