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Drastischer Gewinneinbruch bei JCDecaux

2009 ist auch für Europas größten Außenwerber ein Krisenjahr gewesen. Doch Zuversicht kehrt ein: Für das erste Quartal 2010 rechnet JCDecaux mit einem Umsatzwachstum von rund fünf Prozent.

Text: Petra Schwegler

10. März 2010

Der Außenwerbekonzern JCDecaux S.A meldet für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2009 aufgrund der Werbekrise 77 Prozent weniger Gewinn. Der Nettogewinn beläuft sich nach Zahlen vom Mittwoch auf 24,5 Millionen nach 108,1 Millionen Euro im Vorjahr. Analysten haben zuvor immerhin mit einem Gewinn von 30,6 Millionen Euro gerechnet. Ohne den Einfluss von Wertminderungen und einmaligem Schuldenerlass auf die operative Marge, das Finanzergebnis sowie ohne Steuern, At Equity-Beteiligungen und Minderheitsanteile beträgt der Nettogewinn 58,9 Millionen Euro; hier liegt das Minus bei 68 Prozent. Der Konzernumsatz ist um 11,5 Prozent auf 1,92 Milliarden Euro gesunken, der Umsatz bereinigt um Übernahmen und Kursschwankungen hat um 10,9 Prozent nachgegeben. Das Betriebsergebnis verringert sich um 48,1 Prozent auf 122,8 Millionen Euro.

Wie der Spezialist für Außenwerbung erklärt, wird der Vorstand auf der nächsten Jahreshauptversammlung am 19. Mai vorschlagen, keine Dividende für das Geschäftsjahr 2009 auszuzahlen. Für das erste Quartal 2010 rechnet JCDecaux immerhin mit einem organischen Umsatzwachstum von rund fünf Prozent.

Schon bei Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen Ende Januar hat Europas größter Außenwerber von 2009 als dem "schwierigsten Jahr seit der Gründung des Unternehmens in 1964" gesprochen. Besonders betroffen ist von der Krise die Großflächenwerbung mit einem Umsatzminus in Höhe von 16,1 Prozent. Die Bereiche Stadtmöblierung und Transportmedien haben bei JCDecaux zwischen acht und zehn Prozent nachgegeben. Die Umsatzlage unterscheidet sich auch stark nach Regionen; so gab der organische Umsatz in Südeuropa um mehr als 20 Prozent nach, vor allem infolge der äußerst angespannten wirtschaftlichen Lage in Spanien.


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Autor: Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.


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