Charlotte Seeling hat in ihren "Vogue"-Zeiten immerhin Anna Wintour persönlich kennen gelernt – die legendäre Chefin der US-"Vogue", Vorlage für den US-Blockbuster "Der Teufel trägt Prada". "Man hat sie in Paris, Mailand und so weiter bei den Veranstaltungen gesehen. So richtig nahegekommen bin ich ihr nie. Sie hat einen Ruf wie Donnerhall, aber sie macht das Blatt äußerst erfolgreich", so Seeling. Es sei "schon was dran" an dem schlimmen Ruf von der gnadenlosen Chefin, räumt die "Alps"-Herausgeberin ein.

Die Modewelt mit all ihren Facetten hat Seeling durchstreift – und sich angepasst: "Wenn man nach Mailand gefahren ist, dann hat der Herausgeber gesagt: Jetzt sind wir zum Essen eingeladen bei Versace - zieh was von Versace an." Selbstkritisch blickt sie auf diese Zeit zurück: "Da sitze ich in der verdunkelten Limousine und wechsle das Jacket, damit ich jetzt ja das passende wieder anhabe und solche Dinge", so Seeling im Interview mit Thorsten Otto. Sie räumt indes eine gewisse Naivität ein, mit der sie ihre Karriere bei Hochglanzmagazinen angetreten hat. Sie wusste von vielem nicht, "dass das so ist".

ps/agc


Autor: Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.