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Gratiszeitungen sind auf Talfahrt.
Gratiszeitungen sind auf Talfahrt.

Gratispresse weltweit rückläufig

veröffentlicht am 06.01.2010 um 13:04 Uhr · Medien · Artikel

Die weltweite Auflage der Gratistageszeitungen fiel Ende 2009 über zehn Prozent kleiner aus als ein Jahr zuvor: Statt rund 43 Millionen Exemplaren 2008 wurden pro Erscheinungstag nur noch etwa 37 Millionen Exemplare verbreitet. In Europa schrumpfte die Auflage sogar um 18 Prozent, in Asien und auf dem amerikanischen Kontinent um jeweils drei Prozent. Das geht aus den Erhebungen des niederländischen Marktbeobachters Piet Bakker hervor. Der Hochschulprofessor dokumentiert auf seiner Website Newspaperinnovation die Entwicklung der Gratispresse.

Laut Bakkers Ausführungen wurden 2009 insgesamt 33 Objekte eingestellt oder nur noch in reduziertem Umfang beziehungsweise Erscheinungsrhythmus herausgegeben. Schon 2008 hatte es einen Titelrückgang in ähnlicher Größenordnung gegeben. Unter den betroffenen Ländern finden sich etwa die Schweiz, wo „Le Matin Bleu“, „News“ und „.ch“ das Erscheinen einstellten, sowie das Vereinigte Königreich, wo „Thelondonpaper“ und „London Lite“ aufgaben. Immerhin erhalten die Briten dafür seit einigen Monaten gratis den „Evening Standard“.

Erstmals war auch die Zahl der Länder rückläufig, in denen kostenlose Tageszeitungen erscheinen: so stehen Indien, Litauen und die Ukraine anders als zuvor bis auf weiteres ohne Gratistitel da. Weltweit gibt es nach wie vor in 56 Nationen tägliche Gratisobjekte – oft sogar mehr als einen Titel.

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