"Hamburger Abendblatt" verlegt Werke seiner Leser
Neue Erlösquelle für Springers "Hamburger Abendblatt": Für 699 Euro startet die Tageszeitung einen Publishing-Dienst für Selbstgeschriebenes und wirbt auch für die Werke im Blatt.
Für schreibfreudige Leser wird das "Hamburger Abendblatt" zum Verleger. Das Springer-Blatt schafft ein neues Geschäftsmodell: Im Rahmen der Leser-Edition "Norddeutsche Reihe" können Autoren ihre eigenen Manuskripte als Buch veröffentlichen. Dafür hat das "Hamburger Abendblatt" die Seite Norddeutschereihe.de eingerichtet. Dort können Leser ihre fertigen Manuskripte hochladen, Umschläge und Buchtitel gestalten sowie den Text auf Wunsch von Experten prüfen lassen. Der Vertrieb erfolgt über den Buchhandel, Online-Vertriebskanäle und Bestellung per ISBN-Nummer. Das Buch wird durch Anzeigen im "Hamburger Abendblatt" und auf Norddeutschereihe.de beworben. Ausgewählte Titel werden auch auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert. Bei der "Norddeutschen Reihe" arbeitet das "Hamburger Abendblatt"mit dem Tredition Verlag zusammen.
Und was kostet das Ganze die Autoren? Für das Veröffentlichungs- und Vermarktungsangebot sind zum Start einmalig 699 Euro fällig. Für jedes im Buchhandel verkaufte Exemplar erhält der Autor eine Provision und partizipiert am Verkaufserlös. Aufmerksam auf die neue Offerte macht Springer die Leser durch einen Wettbewerb im "Hamburger Abendblatt" im Genre "Belletristik / Roman". Ab sofort bis 27. Oktober können Leser ihre Manuskripte einreichen. Der Siegerautor erhält das komplette Angebot der "Norddeutschen Reihe" für seine Veröffentlichung gratis.