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Handelsblatt plant Paid-Content-Offensive
Mit der Umstellung auf das Tabloid-Format Anfang November ändert sich die Vermarktung der gesamten "Handelsblatt"-Familie. Im Online-Geschäft wollen die Düsseldorfer verstärkt auf Paid Content setzen.
Dazu zählt nicht nur die verstärkte Vermarktung des hauseigenen Archivs. Zum Print-Abo gesellen sich zum anderen neue Digitalmodelle mit kostenpflichtigen Zusatzangeboten. So ist künftig etwa auch das E-Paper-Abo mit Extra-Angeboten erhältlich, als weitere Alternative gibt es ein "Online-only"-Abo mit Premium-Inhalten. Letzteres liegt preislich voraussichtlich zwischen zehn und 20 Euro pro Monat.
Dass die Bereitschaft, für Online-Inhalte zu zahlen, bei den Nutzern bislang nicht ausgeprägt ist, stört Verlagschef Joachim Liebler nicht. "Die Zahlungsbereitschaft für nicht austauschbare Inhalte wird da sein", ist er überzeugt. Immerhin habe das Haus bereits positive Erfahrungen mit der Vermarktung des Archivs und Paid-Content-Angeboten wie Wirtschaftspresse.biz gemacht sowie mit einschlägigen Line-Extensions, etwa einem Angebot für Anlageberater, das zehn Euro pro Monat kostet. Die Abonnentenzahl bewege sich im dreistelligen Bereich. Das klinge nach nicht viel, sei aber bereits jetzt rentabel.
Die Entscheidung, das Mobile-Angebot kostenpflichtig zu machen, soll insbesondere durch neue Applikationen erleichtert werden. So hat das "Handelsblatt" Angebote für Blackberry und iPhone geschneidert. Viel beschäftigte Manager können sich künftig etwa ein wochentägliches "Morning Briefing" sowie ein "Weekend Briefing" mit den wichtigsten Themen auf ihr Mobile senden lassen - gegen ein entsprechendes Entgelt.
Kommuniziert wird der neue Auftritt von einer rund drei Millionen Euro schweren Kampagne der Agentur Jung von Matt, die den bisherigen Etathalter Grey aus dem Rennen geschlagen hat.
Mehr dazu in der aktuellen W&V (EVT 10. September).
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Pauker Redakteur




