Neues Wirtschaftsmagazin "enorm" soll weltweit Ableger bekommen
Noch ist es Zukunftsmusik. Sollte der neue Wirtschaftstitel "enorm" in Deutschland am Kiosk durchstarten, plant Verlagschef Alexander Dorn mittelfristig Ableger in den Niederlanden, Skandinavien und Großbritannien. Am Donnerstag kommt die erste Ausgabe zum Preis von 7,50 Euro an die deutschen Kioske.
Das neue Wirtschaftsmagazin "enorm", das am Donnerstag an die Kioske kommt, soll möglicherweise internationale Ableger bekommen, wenn sich der Titel in Deutschland gut verkauft. Denn Verlagsgeschäftsführer Alexander Dorn liebäugelt mittelfristig damit, den Neuling auch in den Niederlanden, Skandinavien und in England herauszugeben. Hier sollen die Ableger einen eigenen Chefredakteur erhalten. In Deutschland ist Thomas Friemel Chefredakteur von "enorm". Er hat unter anderem in den Chefredaktionen von "Matador" sowie der "Hamburger Morgenpost" gearbeitet. Um sich allerdings bereits jetzt einer internationalen Leserschaft zu öffnen, wird das Magazin ins Englische übersetzt und soll Flügen der englischen Fluggesellschaft British Airways beiliegen.
Die Gründung von weltweiten Ablegern ist allerdings noch Zukunftsmusik. Zunächst hoffen Dorn und Friemel, dass sich das Magazin in Deutschland gut verkauft. Sie erwarten, dass von der ersten - 132 Seiten dicken - Ausgabe bis zu 30.000 Exemplare einen Abnehmer finden. Gedruckt wurden rund 80.000 Exemplare. Dorn hat für die Zukunft ehrgeizige Pläne: Bereits in drei Jahren soll die verkaufte Auflage auf rund 100.000 Stück klettern. Zuversichtlich hierfür stimmt dem Verlagschef die allgemeine wirtschaftliche Lage, die sich nach seiner Ansicht weltweit aufhellt. Als Zielgruppe hat für den Titel hat Dorn vor allem junge Paare sowie Familien mit hohen Bildungsgrad im Visier. Der Titel kostet 7,50 Euro und soll im nächsten Jahr alle zwei Monate auf den Markt kommen. 500 Abos hat der Verlag bereits gewonnen.
Anders als die etablierten Wirtschaftsmagazine wie "Wirtschaftswoche" und "Capital" behandelt "enorm" Themen, die laut Friemel den "Gedanken von Social Business und Social Entrepreneurship" tragen, "also die Versöhnung von Wirtschaft, Sozialem und Ökologie". In der ersten Ausgabe werden beispielsweise ethische Banken vorgestellt, die gegen den Trend in der Finanzwirtschaft wachsen sollen. Die Redaktion besteht aus einem Team von freien Journalisten. Darunter sind auch Beiträge, die für das internationale Journalistennetzwerk "Die Weltreporter" arbeiten. Ursprünglich sollte das Magazin komplett anzeigenfrei auf den Markt kommen. Am Ende entschieden sich Dorn und Friemel aber dafür, Werbung zuzulassen. Erste Anzeigenkunden sind BMW, Volkswagen sowie die Hypovereinsbank.
Erscheinen wird das Wirtschaftsblatt im Social Publish Verlag. Wie alle Unternehmen, will auch dieser Verlag Gewinne erwirtschaften. Ist dies der Fall, sollen diese zurück ins Unternehmen fließen oder in soziale sowie ökologische Projekte. Derzeit ist der Kreis der Gesellschafter noch für neue Partner offen. So sucht Dorn noch rund 20 Investoren, die sich an der GmbH beteiligen können. Sie müssen allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehört, dass sie vor allem die Grundidee des Magazins tragen und es sich möglichst um Privatpersonen handelt. Um Anteile an der GmbH zu erhalten, müssen die Investoren mindestens 30.000 Euro mitbringen.