Die Werbeflaute, die das Medium Kino im Lauf des Jahres 2009 hart getroffen hat, ist weiterhin passé. Das hat einen Grund: Ab dem Jahr 2010 können die Werbekunden im Medium Kino auf die neue Performance-basierte Abrechnung setzen und kaufen nur noch Kontakte ein. Die Werbekunden bezahlen die Besucher, die in den gebuchten Filmen oder Kinostandorten über die Kinokasse erfasst worden sind. Somit lautet die Bilanz für Lichtspielhäuser bis Ende April: plus 45,0 Prozent und bisher mehr als 20 Millionen Euro an Bruttowerbeumsätzen.

Sehr stark schneidet das reichweitenstarke Medium Fernsehen ab. 15,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum werden laut Nielsen mit TV-Werbung brutto umgesetzt, gut 3,3 Milliarden Euro sind bisher unbereinigt umgesetzt worden. Davor liegt das neu aufgenommene Medium Internet mit jetzt 15,1 Prozent mehr Umsätzen gegenüber Januar bis April 2009 und 588 Millionen Euro Bruttowerbeerlösen. Auch das Plakat fängt sich wieder. Die Bilanz bisher: nach einem leichten Minus zum Jahresstart weist Nielsen nun einen Zuwachs in Höhe von 6,4 Prozent und 271 Millionen Euro Bruttowerbeumsatz.


Autor: Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.