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Zeitschriften verlieren 16 Prozent ihrer Werbeeinnahmen.
Zeitschriften verlieren 16 Prozent ihrer Werbeeinnahmen.

Nielsen-Zahlen: Zeitschriften brechen immer stärker ein

veröffentlicht am 12.06.2009 um 09:26 Uhr · Medien · Artikel

Der deutsche Werbemarkt spiegelt die Finanzkrise immer stärker wieder; der Mai bringt ein dickes Minus bei den Bruttowerbeerlösen. Wie aus den aktuellen Daten von Nielsen Media Research für die ersten fünf Monate dieses Jahres hervorgeht, summieren sich die Bruttoausgaben bis Ende Mai auf knapp 8,3 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszetraum entspricht dies einem unbereinigten Minus von 3,8 Prozent. Gegenüber den Zahlen bis April hat sich die Lage damit weiter verschlechtert. Schon zum April verkündeten die Forscher, dass sich das zweite Quartal 2009 „unter dem ungünstigen Stern der Wirtschaftskrise“ bewege. Eine Besserung bringt damit der Mai nicht mit sich.

Die Mediengattungen schlagen sich beim Bruttoumsatz in der Bilanz nach den ersten fünf Monaten äußerst unterschiedlich und sind erneut von Abverkaufswerbung geprägt. Während die Radiowerbung mit bisher gut 520 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum unbereinigt um immerhin noch 1,0 Prozent zulegt und auch die Zeitungen mit 1,0 Prozent plus auf 2,16 Milliarden Euro Bruttoumsatz dastehen, muss das Fernsehen erneut ein Minus hinnehmen, das sich verfestigt hat: minus 1,7 Prozent auf knapp 3,7 Milliarden Euro.

Besonders deutlich ist der Rückgang der Werbeinvestitionen erneut bei den Printmedien. Publikumszeitschriften verzeichnen zwischen Januar und Mai bei einem Bruttowerbeumsatz von knapp 1,4 Milliarden Euro erneut ein Minus, das sich jetzt sogar auf 16,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ausgeweitet hat. Fachzeitschriften verzeichnen ein unbereinigtes Minus von 9,4 Prozent auf jetzt knapp 166 Millionen Euro.

Das Außenwerbemedium Plakat kann weiterhin seinen guten Einstand aus dem Januar nicht fortsetzen und stagniert Ende Mai bei den Bruttowerbeeinnahmen gegenüber dem Vorjahr bei knapp 328 Millionen Euro. Hier meldet Nielsen eine Änderung; die Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt melden nun nicht mehr einzeln die Plakat-Bruttoerlöse, sondern zusammengefasst als Nielsen 5+6.

Am härtesten trifft die Werbeflaute weiterhin das Medium Kino. Laut Nielsen Media Research sind die Bruttoerlöse gegenüber dem Vorjahreszeitraum bis Ende Mai um 30,2 Prozent auf rund 21 Millionen Euro eingebrochen. Allerdings kann hier der Rückgang gegenüber den Vormonaten etwas gebremst werden.

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