Permira steigt bei Premiere aus
Der Finanzinvestor Permira, einst nach der Kirch-Pleite Mehrheitseigner bei Premiere, hat seine restlichen Anteile an der Münchner Pay-TV-AG abgestoßen.
Der Finanzinvestor Permira, einst nach der Kirch-Pleite Mehrheitseigner bei Premiere, hat seine restlichen Anteile an der Münchner Pay-TV-AG abgestoßen. Die Beteiligungsgesellschaft gab am Freitag ihre Anteile gemeinsam mit weiteren Finanzinvestoren ab. "Das ist ein völlig normaler Vorgang", sagte ein Premiere-Sprecher. Das Pay-TV-Unternehmen sei als Minderheitsbeteiligung kein strategisches Investment mehr für Permira gewesen. Mit dem Ausstieg gehe nun eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu Ende.
Permira hatte nach der Kirch-Pleite in schwierigen Zeiten Ende 2003 die Mehrheit bei Premiere übernommen. Ein großer Teil der Anteile wurde beim Börsengang im vergangenen Jahr und bei einem späteren Verkauf veräußert. Zuletzt hielt Permira noch 5,9 Prozent der Anteile.
Diese waren mit den Aktienpaketen von HypoVereinsbank und BayernLB (je gut ein Prozent) sowie der österreichischen Bawag (knapp 0,4 Prozent) gebündelt. Diese 8,44 Prozent wurden nun gemeinsam abgegeben. Laut Finanzkreisen platzierte die Investmentbank UBS die 6,9 Millionen Premiere-Aktien zu einem Preis von 12,80 Euro am Markt. Der Erlös für die Finanzinvestoren betrug damit brutto gut 88 Millionen Euro.
Permira kann das Geld gut brauchen: Die Gesellschaft gilt zusammen mit dem Finanzinvestor KKR als heißer Kandidat für die derzeit anstehende Übernahme der Mehrheit an ProSiebenSat.1.