ProSiebenSat.1-Investor rechnet mit Aufschwung
Der Permira-Deutschland-Chef Jörg Rockenhäuser rechnet spätestens im Frühjahr 2010 mit einer deutlichen Belebung des Beteiligungsmarktes. Jetzt schon seien „einige interessante Deals“ bereits im Markt.
Der Permira-Deutschland-Chef Jörg Rockenhäuser rechnet spätestens im Frühjahr 2010 mit einer deutlichen Belebung des Beteiligungsmarktes. Derzeit stünden natürlich das Portfolio und die Aufstellung des Unternehmens im Vordergrund, sagte Rockenhäuser der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Allerdings sieht er auch gute Chancen, dass in diesem Jahr noch Transaktionen stattfinden werden. "Einige interessante Deals sind schon am Markt. Wir prüfen selektiv Investments auch in Deutschland". Anders als vor der Krise gebe es zurzeit aber kaum Auktionen, sondern nur "vertrauensvolle Gespräche mit potentiellen Verkäufern", fügte er hinzu.
Permira muss momentan nicht bei allen 24 Unternehmen Kreditklauseln und Finanzierungsstrukturen neu verhandeln. "Die Unternehmen sind ja über vier Fonds verteilt, und in den älteren Fonds sind die Fremdkapitalanteile zum großen Teil schon abgebaut", erläuterte Rockenhäuser. Es gebe nur noch ganz wenige Fälle, die der Beteiligungsgesellschaft Sorgen machten.
"Mehr Handlungsbedarf hatten und haben wir bei den Firmen, die wir in den letzten zwei, drei Jahren aus dem vierten Fonds herausgekauft haben." Insgesamt tätigte Permira seinen Angaben zufolge neun Investments aus dem Fonds. Der Fonds sei zu 59 Prozent investiert. Trotz der Wirtschaftskrise entwickelten sich die meisten davon dennoch stabil, wie zum Beispiel das Agrochemieunternehmen Arysta, so Rockenhäuser. Das Private-Equity-Unternehmen Permira hält unter anderem Anteile an Deutschlands größtem TV-Konzern ProSiebenSat.1 Media sowie Modekonzern Hugo Boss.