Springer-Verlag plant "Bild"-Ableger für Jugendliche
Ein 15-köpfiges Team entwickelt offernbar eine Testausgabe des Titels "Bild Format". Vor allem junge Leser sollen gewonnen werden.
Der Berliner Axel-Springer-Verlag bastelt offenbar an einer jungen Version der "Bild"-Zeitung. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe. Ein rund 15-köpfiges Team entwickelte ihm zufolge eine Testausgabe mit dem Arbeitstitel "Bild Format".
Das Blatt im Tabloid-Format soll vor allem jüngere Menschen ansprechen und daher auf Themen wie Volksmusik, Alterswehwehchen oder Rentner-Wut verzichten. Für den Ableger würde man sich aber, so "Der Spiegel", an vorhandenen Inhalten der großen "Bild" bedienen. Zudem sollen aber auch eigene Schwerpunkte gesetzt werden. Weiterer Unterschied: In der ersten internen Test-Ausgabe wanderte das "Seite-eins-Mädchen" von der Titelseite in den Sportteil.
Schon bald soll das Projekt der "Bild"-Chefredaktion präsentiert werden. In einem nächsten Schritt müsste dann der Springer-Vorstand über eine Markteinführung entscheiden. Als Testmarkt soll Frankfurt am Main dienen: Dort gibt es viele Pendler – und keinerlei regionale Boulevard-Konkurrenz. Springer verweise laut "Spiegel" auf eine Vielzahl laufender Entwicklungsvorhaben im Konzern und wolle dieses Projekt nicht bestätigen.