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Springer-Chef Mathias Döpfner hat den Dogan-Deal eingefädelt.
Springer-Chef Mathias Döpfner hat den Dogan-Deal eingefädelt.

Türkische Steuerbehörden alarmieren Springer

veröffentlicht am 08.09.2009 um 17:17 Uhr · Medien · Artikel

Axel Springer steht Ärger mit der Beteiligung an der türkischen Mediengruppe Dogan Yayin ins Haus. Der Grund: Das türkische Medienhaus muss offenbar wegen unbezahlter Steuern ein Bußgeld von umgerechnet 1,75 Milliarden Euro zahlen. Die Strafe sei doppelt so hoch wie ausstehende Steuerschuld, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters und bezieht sich dabei auf eine Mitteilung von Dogan. Die Akien der türkischen Medienholding haben daraufhin kräftig nachgegeben.

Fraglich ist, welche Auswirkungen die milliardenschwere Strafe für die Beteiligung von Axel Springer an Dogan hat. So ist unklar, ob Springer möglicherweise auf seinen Anteil eine Wertberichtigung vornehmen muss. Der Berliner Medienkonzern ist mit zehn Prozent an der führenden türkischen Mediengruppe beteiligt. Zu Dogan gehören u.a. die Tageszeitung "Hürrieyet" und der Nachrichtensender "CNN Turk".

Springer zeigt sich gelassen. "Für eine Wertberichtigung sehen wir keinen Anlass, weil wir die Werthaltigkeit als sicher ansehen", erklärt eine Firmensprecherin auf W&V-Anfrage. Sie betont, dass das Verlagshaus auf das gesamte Engagement an der türkischen Medienholding eine Wertsicherungsklausel abgeschlossen hat. Den Wert des Engagements werde mit 375 Millionen Euro veranschlagt, heißt es.

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