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Verbraucherschützer kritisieren "Öko-Test"
Unter Verbraucherschützern wächst wegen umstrittener Produktprüfungen der Widerstand gegen das Magazin "Öko-Test". "Es legt zu wenig Wert auf Nutzen und Funktionalität eines Produkts - das Hauptaugenmerk liegt auf dem Schadstoffgehalt", so Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg gegenüber dem "Spiegel". Das wäre so, als würde man Wasser in Shampoo-Flaschen füllen, die dann mit "sehr gut" bewertet würden, weil Wasser ja schadstofffrei ist. "Das wäre Verbrauchertäuschung, denn der Kunde sieht das Label und denkt, er kauft ein gutes Produkt."
Das "Öko-Test"-Label mit dem roten Ahorn werde von den Kunden außerdem vorrangig als Bio-Siegel wahrgenommen, obwohl es letztlich nichts über den ökologischen Wert eines Produkts verrät. Das ärgert die Öko-Verbände: "Dabei blenden die Tests die Frage der Herstellung völlig aus, die Produktionsbedingungen, Fragen der Tierhaltung oder des Naturschutzes werden schlicht ignoriert", sagte Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bunds Ökologischer Lebensmittelwirtschaft, gegenüber dem Nachrichtenmagazin.
Schönherr Redakteur











