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Zeitungen erwägen gemeinsame App fürs iPhone
Nach W&V-Informationen prüfen einige Tageszeitungen, einen gemeinsamen Kiosk auf dem iPhone einzurichten. In seiner letzten Ausbaustufe soll der digitale Kiosk Zeitungsinhalte aus ganz Deutschland vertreiben. Ein entsprechendes Konzept mit dem Arbeitstitel „News Push“ präsentierte die Firma Marktwert IT einem runden Dutzend Verlagen, die sich in dieser Woche trafen. Marktwert IT ist auf Technologiestrategien für Medien spezialisiert.
Zu den eingeladenen Verlagen gehören dem Vernehmen nach unter anderem die Schwäbische Zeitung, die Nordsee-Zeitung und die Rhein-Zeitung. „Das iPhone ist mit vier Millionen Stück das meistverkaufte Handy“, sagt Josef Rossmann, Business-Developer der Firma aus Grünsfeld. „98 Prozent surfen mit dem Gerät im Internet.“ Laut einer Studie von AdMob geben die Nutzer im Monat durchschnittlich neun Euro für iPhone-Apps aus.
Das Konzept, das W&V vorliegt, sieht vor, dass jede Nachricht mit dem Namen der jeweiligen Zeitung gekennzeichnet ist. Die Verlage erhalten eine Beteiligung am Verkauf und können den Umsatz jedes einzelnen Artikels in Echtzeit abrufen. Einem Rechenbeispiel zufolge kostet der Einzelabruf eines Beitrags 0,79 Euro. Daneben lassen sich auch ganze Channels abonnieren, etwa die Gesamtausgabe oder bestimmte Ressorts. „Mit News Push erhalten Verlage erstmals ein Geschäftsmodell, bei dem sie von reinen Datensammlern wie Google nicht ausgenutzt werden können“, heißt es im Konzeptpapier.
Das Modell sieht eine Ausschüttung von 50 Prozent an die Verlage vor, 30 Prozent behält Apple ein, und 20 Prozent gehen an Marktwert IT. Rossmann: „Der TKP für den Verlag liegt bei 320 Euro netto.“ Er verspricht „überregionale Umsätze für regionale Zeitungen“ und „Umsatz mit zeitungsfernen Zielgruppen“. Noch im Dezember soll eine Beta-Version starten. Rossmann hält eine Million Downloads bis Ende 2010 für machbar.
Forster Redakteur











