Was über die eigens für Staffel 4 von "House of Cards" kreierte Twitter-Seite verbreitet wird, ist Wahlkampf der besonderen Art für Frank Underwood - und Netflix.
Was über die eigens für Staffel 4 von "House of Cards" kreierte Twitter-Seite verbreitet wird, ist Wahlkampf der besonderen Art für Frank Underwood - und Netflix. © Foto:Screenshot Twitter/Netflix

Netflix und Fox | | von Petra Schwegler

Frank Underwood und die Simpsons mischen den US-Wahlkampf auf

Frank Underwood hat Hillary Clinton, Donald Trump & Co. im Wahlkampf um das Amt des US-Präsidenten eines voraus: Mit seinem Porträt hat es der fiktive Machtpolitiker aus der Politserie "House of Cards", verkörpert von Hollywood-Star Kevin Spacey, in eines der bekanntesten Kunstmuseen der USA geschafft. Die Smithsonian National Portrait Gallery in Washington stellt das Bild des britischen Künstlers Jonathan Yeo ab Mittwoch aus.

Es zeigt Spacey alias Frank Underwood - die Hauptfigur der US-amerikanischen Serie - am Schreibtisch im Büro des US-Präsidenten. Underwood starrt dem Betrachter direkt in die Augen, seine Faust ist geballt. Der Schauspieler gefällt sich in der Rolle des skrupellosen und sinistren Politikers - mit dem echten Wahlkampf beschäftige er sich erst gar nicht: "Ich habe selbst eine Wahl zu gewinnen", sagte Spacey augenzwinkernd zu seiner Rolle. Underwood strebt in der neuen Staffel der Serie den erneuten Einzug ins Oval Office an.

Mit der Enthüllung des Porträts macht Spacey einmal mehr geschickt Werbung für die Fortsetzung von "House of Cards". Der Streamingdienst Netflix zeigt die vierte Staffel der Erfolgsserie in den USA ab dem 4. März – und mischt sich dafür in Sachen Werbung immer wieder in den laufenden Wahlkampf ein: Im Bundesstaat South Carolina hatte der Streamingdienst Mitte Februar für den fiktiven Machtpolitiker einen eigenen Wahlkampfstand aufgebaut. Und im Dezember hatte Netflix bei der Präsidentschaftsdebatte der Republikaner auf CNN einen 30-Sekünder zur Serie geschaltet, der wie ein gewöhnlicher Wahlwerbespot für die Figur Underwood gestaltet war.

Derweil landen alle US-Präsidentschaftsbewerber bei den "Simpsons": Sie diskutieren als Comicfiguren in einem von Fox im Internet veröffentlichten Video. Die am längsten laufende US-Zeichentrickserie nimmt einmal mehr den politischen Alltag in den USA auf die Schippe. Ausgangspunkt ist Mutter Marge: Sie versucht sich im Video "The Debateful Eight", den Wahlkampf schön zu träumen.

Fox zeichnet darin ein Bild, in dem alle republikanischen und demokratischen Präsidentschaftsbewerber in Person von gelben Comic-Figuren freundliche Dinge übereinander sagen – und Trump sogar einen Kopfstand macht. Doch der Frieden währt nicht lange. Im "Simpsons"-Wahlkampf wirft Ted Cruz Hillary Clinton zu Boden, Clinton wiederum würgt Bernie Sanders mit einer Perlenkette und Trump streitet sich mit Cruz. Oder wie Homer Simpson im Clip kommentiert: "Das ist alles wie ein schlechter Traum – abgesehen davon, dass es die Wirklichkeit ist und wahrscheinlich eure Leben ruinieren wird." Film ab:

ps/dpa

Frank Underwood und die Simpsons mischen den US-Wahlkampf auf

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