Ihre Live-Audio-Pressekonferenz klang diese Woche eher nach Mondlandung als nach moderner Telekommunikation. Und nun sorgt ein Tweet für viel Heiterkeit, der dokumentiert, wie die Telko wegen der Tonprobleme neu gestartet werden musste, während der Livestream trotzdem weiterlief. Zu hören ist unter anderem, wie sich die Kanzlerin aus ihrer Quarantäne ganz brav am Telefon mit "Ja, Merkel?" meldet – und wie sie sich erkundigt: "Ist der Söder noch dabe?" Danach erklärt die Regierungschefin "dem Söder" und den anderen Teilnehmern, dass sie ihre vorherige Stellungnahme zunächst wiederholen wird: "Ich muss das leider nochmal losleiern." Fazit auf Twitter: "Deren Telkos verlaufen also exakt wie meine."

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Facebook Messenger jetzt auch für PC und Mac

Diese Nachricht kommt für viele Home-Office-Bewohner wie gerufen: Den Facebook Messenger gibt es nun erstmals auch offiziell für PC und Mac. Nachrichten und Videochats mit Familie, Freunden und Kollegen funktionieren damit nicht mehr nur am Smartphone, sondern auch deutlich komfortabler und im Großformat am Computerbildschirm. Facebook beschreibt seine kostenlose Neuheit so: "Für große Bildschirme und enge Kontakte. Erhalte Zugriff auf kostenlose Nachrichten sowie qualitativ hochwertige Sprach- und Videochats speziell für den Desktop."

Gerüchte über eine "große" Version des Facebook Messengers hatte es bereits seit 2016 gegeben – ohne dass sie sich je bestätigt hätten. Nun sorgten offenbar Corona und der Home-Office-Boom dafür, dass Facebook das Programm endlich fertiggestellt hat. Der Desktop-Messenger ist ab sofort – inklusive neuem Dark Mode – in den App Stores für Windows und Mac verfügbar. Nachdem bereits die Mobil-Version des Messengers eine der meistgenutzten Apps überhaupt ist, dürfte nun auch die Desktop-Variante als Alternative zu Skype oder zum umstrittenen Zoom extrem gefragt sein.

Der ist aber groß geworden! Den Facebook Messenger gibt es nun auch für PC und Mac.

Der ist aber groß geworden! Den Facebook Messenger gibt es nun auch für PC und Mac.

Zoom: Videochat-App soll sicherer werden

Enorm gefragt – und enorm unsicher. Das ist die Videochat-Plattform Zoom, deren Nutzerzahlen im Home-Office-Zeitalter regelrecht explodiert sind. Statt wie noch im letzten Dezember auf etwa 10 Millionen monatliche Nutzer weltweit kam Zoom im März auf rund 200 Millionen. Die Datenschutzmaßnahmen des kalifornischen Unternehmens konnten mit diesem Wachstum nicht mehr mithalten. Zwischenzeitlich kursierten gehackte Videos von Zoom-Telekonferenzen auf Plattformen wie TikTok. Und der eine oder andere Videochat oder virtuelle Schulunterricht wurde plötzlich von Porno-Streams und Hassbotschaften unterbrochen. Aufgrund der massiven Sicherheitsprobleme leitete sogar die Generalstaatsanwältin des US-Bundesstaats New York eine Untersuchung ein.

Nun will Zoom gegensteuern. CEO Eric Yuan kündigte in einer Stellungnahme an, für 90 Tage die Einführung neuer Funktionen zu stoppen. Yuan verspricht die "Verlagerung aller unserer technischen Ressourcen, um uns auf unsere größten Vertrauens-, Sicherheits- und Datenschutzprobleme zu konzentrieren". Und er erklärt, wie es überhaupt zu den Sicherheitslücken kommen konnte: "Unsere Plattform wurde primär für Geschäftskunden entwickelt, für große Unternehmen mit vollem IT-Support." Hier sorgen die Sicherheitsmaßnahmen offenbar dafür, dass Zoom weitgehend problemlos funktioniert. Bei weniger gut abgesicherten Heim-PCs gab und gibt es dagegen Lücken. Ob sich der ramponierte Ruf von Zoom wieder reparieren lässt, müssen die nächsten Wochen zeigen. Dabei helfen soll ein Bug-Bounty-Programm, mit dem Nutzer belohnt werden, die neue Fehler finden und melden.

Zoom verlagert seinen Fokus nun ganz auf das Stopfen von Sicherheitslücken.

Zoom verlagert seinen Fokus nun ganz auf das Stopfen von Sicherheitslücken.

Bier ist aus! Corona-Shopping in Wien

Über diesen älteren Herrn aus Wien, der die österreichische Wirtschaft am Laufen hält, amüsiert sich Twitter. In einer Umfrage der News-Website oe24.at auf einer menschenleeren Wiener Straße lobt der bestens getarnte Mann zunächst die Disziplin seiner Landsleute, die überwiegend brav zuhause sitzen: "Die Leut‘ sollen eh daham bleiben!" Nur er selbst muss aber leider raus auf die Straße, zum Einkaufen. Und was treibt ihn in den Supermarkt? Welche lebensnotwendigen Produkte sind ihm zuhause ausgegangen? "Bier! Des Scheiß-Bier!" Na dann: TechTäglich sagt Prost – und wünscht ein schönes Wochenende @home.

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Autor: Jörg Heinrich

ist Autor bei W&V. Der freie Journalist aus München betreut unter anderem die Morgen-Kolumne „TechTäglich“. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Internet und Social Media künftig funktionieren, ohne die Nutzer auszuhorchen. Zur Entspannung fährt er französische Oldtimer und schaut alte Folgen der ZDF-Hitparade mit Dieter Thomas Heck.