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"Bild"-Gruppe plant Erlebnisstadt

"Bild" als Freizeitpark: Die Springer-Marke plant für Mai 2010 eine eigene Erlebnisstadt im nordrhein-westfälischen Herne. Dort soll die "Bild"-Markenfamilie "dreidimensional erlebbar" werden.

Text: Gregory Lipinski

25. September 2009

Spaß, Stars, Shoppen - die "Bild"-Gruppe plant für Mai 2010 eine eigene Erlebnisstadt in der nordrhein-westfälischen Stadt Herne.

In einer Art Freizeitpark will Axel Springer die verschiedenen Facetten der "Bild"-Markenfamilie Lesern und Bundesbürgern näher bringen. "Wir wollen hier in sich geschlossene Welten zeigen, wo sich Markenartikler präsentieren können", erklärt "Bild am Sonntag"-Verlagsleiter Tobias Kuhn.

Damit will das Printhaus die Bild-Markenfamilie "dreidimensional erlebbar" machen. Zu den diversen Themenwelten gehören beispielsweise die "Auto Bild"-Welt sowie die "Sport Bild"-Welt. Um Besucher anzulocken, sollen die Themenwelten ein facettenreiches Freizeitangebot bieten: Es reicht von Riesenrädern, Wildwasserbahnen, Autorennen, Schlager-, Musical- und Pop-Acts, Kinderwelten und großen Markthallen sowie Gastronomie.

Geplant ist das ehrgeizige Projekt auf dem Gelände der Cranger Kirmes. Das Volksfest lockt einmal im Jahr rund drei bis vier Millionen Besucher aus dem Stadt und dem Umland an. Eine Genehmigung für das Vorhaben steht zwar noch aus. Offenbar hat die Stadt aber ihre Bereitschaft erklärt, in das Springer-Projekt einzuwilligen, heißt es.

Finanziert wird die Freizeit-Stadt vor allem über Eintrittsgelder. Zu deren Höhe will "BamS"-Verlagsleiter Kuhn allerdings derzeit nichts sagen. Doch er dürfte zwischen 6 bis 10 Euro liegen. Weitere Einnahmen verspricht sich Springer über Sponsoren und Markenartikler. Zusatzlich soll die Kasse durch kleinere Unternehmen klingeln, die sich in groß angelegten Markthallen darstellen können. Hier übernimmt die Vermarktung der Flächen die Frankfurter Messe. Derzeit befindet sich Axel Springer noch in der Akquise-Phase. Medial begleitet werden die Aktivitäten von der Springer-Hausagentur Jung von Matt.

Sollte die Erlebnisstadt auf Interesse bei Bürgern sowie Unternehmen stoßen, könnte das Vorhaben möglicherweise auch in anderen deutschen Städten wiederholt werden. Für die erste Pilotprojekt hat Kuhn bereits die Messlatte gelegt: "Wir hoffen auf bis zu 600.000 Besucher", so der Verlagsleiter.


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Autor: Gregory Lipinski

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