Georg Schramm zitiert zudem den Brender-Vorgänger Klaus Bresser mit dessen Kritik an der Abwahl des ZDF-Chefredakteurs; in dieser "Dreistigkeit" habe noch keine Partei den Vorschlag eines Intendanten abgelehnt, so Bresser kürzlich beim Journalistentag des DJV-NRW in Recklinghausen. Schramm spitzt den Fall zu und spricht über "organisierte Verfassungskriminalität". Bei dem satirischen Rückblick auf 25 Jahre 3sat sind insgesamt vier Kabarettisten für die 3sat-Partner angetreten. Neben Georg Schramm für das ZDF sind Mathias Richling (ARD), Alfred Dorfer (ORF) und Andreas Thiel (SF) aufgetreten.

Die Stimmung bei 3sat gegenüber dem Partner ZDF dürfte indes nicht die beste sein. Ende November hat das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, dass der Mainzer Sender für seine Digitalableger wie ZDFneo in den kommenden Jahren Mehrausgaben einplant und im Gegenzug weniger Geld in den Kultursender 3sat investieren könnte. "Focus" beruft sich dabei auf einen Entwurf zum 17. KEF-Bericht, der im Januar offiziell vorgestellt wird. Demnach steht 3sat mit 74,4 Millionen Euro bis zum Jahr 2012 ein Viertel weniger an Geldern für das Programm zur Verfügung.


Autor: Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.