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ARD-"Markencheck“ Adidas: Mehr Konkurrenz durch Fake als durch Kik

Kopien von Adidas-Kleidungsstücken werden weder von Kunden noch von Fachleuten leicht erkannt. Das bringt der ARD-"Markencheck" deutlich zu Tage.

Text: Petra Schwegler

22. Mai 2012

Der ARD-"Markencheck“ zu Adidas macht einmal mehr deutlich, warum namhafte Hersteller so allergisch auf Markenpiraterie reagieren. Denn das produzierende WDR-Team hat herausgearbeitet, dass Kopien von Kleidungsstücken des Sportartikelherstellers weder von Kunden noch von Fachleuten leicht erkannt werden können. Im Gegenteil: Nicht nur Look and Feel führen die Konsumenten in die Irre, sondern auch die Qualität der Sportartikel. Das gilt aber in erster Linie für den Bereich der Kleidung – hier hält der ARD-"Markencheck“ auch fest, dass die Preise relativ hoch seien. Plagiate kosten oft nur ein Drittel. Bei Verarbeitung, Qualität und Schadstoffwerten können es aber teils auch die Billigheimer im Klamottensektor mit Adidas aufnehmen – dann müssen die Kunden aber auf den guten Namen verzichten.

Um Discounter wie Kik muss sich Adidas ergo wenig Sorgen machen; die asiatischen Kopien dagegen attackieren den Hersteller aus Herzogenaurach mehr. Die Herstellung der Adidas-Freizeitkleidung findet aber nur bedingt unter besseren Bedingungen für die Arbeiter statt als bei Plagiaten. Großes Plus für Adidas: Bei der Strahlkraft der Marke, die bei den größten Sportereignissen wie Fußball-WMs mit Sponsorings, Trikots oder Schuhen omnipräsent ist, kann keiner den sportlichen Franken das Wasser reichen. Ganz deutlich geht das Rennen für Adidas bei Sportschuhen oder Fußbällen aus: Hier hebt der ARD-Markencheck das Label neben anderen namhaften Herstellern wie Nike auf Platz eins. Die namenlose Konkurrenz liegt bei den Testern weit abgeschlagen. Die Qualität lässt hier zu wünschen übrig.

Für das Erste ist die Rechnung mit Adidas aufgegangen: Den "Markencheck" haben am Montag zur besten Sendezeit knapp drei Millionen Zuschauer in der ARD verfolgt. Das 45-Minuten-Stück ist noch in der Mediathek zu finden. Hier geht es zum Film.


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Autor: Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.


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