Eine Programmzeitschrift hat vor einigen Monaten per Umfrage ermittelt, dass sich drei Viertel der Bürger zwischen 18 und 20 Uhr am liebsten Dokus und Nachrichten in der ARD ansehen würden. Könnten Sie sich mit dieser Idee anfreunden?

Das Umfrageergebnis spricht für die Informationskompetenz, die die Zuschauer dem Ersten zuschreiben und darüber freue ich mich sehr. In der Viertelstunde vor Acht betonen wir diesen Anspruch mit Wissen vor Acht, und auch mit der Börse und dem Wetter. Für eine gelungene Mischung braucht das Erste aber auch Unterhaltsames, gerade am Vorabend.

Die ARD hat die Suche nach neuen Formaten im Vorabend offiziell hintangestellt. Wird es auch 2013 keine Neuentwicklungen geben?

Wir setzen auf regionale Krimis mit hohem Humorpotenzial. Bei diesem Langstreckenlauf haben wir gerade die ersten Kilometer hinter uns. Wir werden aber auch weiter Experimente wagen, insbesondere am Freitag. Für gute Ideen muss Platz sein im Vorabend des Ersten.

Muss nach den vielen negativen Schlagzeilen rund um den gescheiterten Talk "Gottschalk live!" Imagepflege für das Werberahmenprogramm des Ersten her?

Gutes Image bekommt man im Vorabend über gutes Programm und da sind wir mit den neuen Serien auf einem sehr guten Weg.


Petra Schwegler, Redakteurin
Autor: Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.