Im RoS kategoriesiert die Untersuchung die Firmen in vier Typen: "small", "big", "smart" und "beautiful". Erstrebenswert sind eher die beiden letzteren: "Smart" steht für unterdurchschnittlichen Budgeteinsatz und überdurchschnittliche Performance, "beautiful" sowohl überdurchschnittliches Budget als auch überdurchschnittliche Leistung. "Small" dagegen bedeutet unterdurchschnittlichen Budgeteinsatz und unterdurchschnittliche Performance, am schlimmsten ist "big" - überdurchschnittliches Budget mit einer unterdurchschnittlichen Leistung.

Die drei Gewinner der Studie Adidas, Audi und O2 gehören zur Kategorie "beautiful". Serviceplan ermuntert aber Untrernehmen mit schmalem Geldbeutel: Der Sponsoringindex zeige auch, dass mit relativ geringen Sponsoring-Budgets ebenfalls etwas bewirkt werden kann. "Es kommt darauf an, mit Sponsoring – über Bandenwerbung und Trikotsponsoring hinaus – Geschichten zu erzählen, das Internet zu nutzen oder mit einem TV-Spot im Live-Umfeld präsent zu sein", sagt Sky-Mann Michel.

Mit 14 Prozent leiste Sponsoring als Werbeform einen signifikant hohen Beitrag zur Visibilität im Kommunikationsmix, heißt es im "Sponsoringindex". Marken, die als Sponsor wahrgenommen werden, erhöhen laut Untersuchung ihre gesellschaftliche Akzeptanz durchschnittlich von 20 auf 29 Prozent. Das gelte vor allem für Banken. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass Sponsoring generell eine markenbildende Werbeform und gesellschaftlich hoch angesehen ist. Weil 91 Prozent der Befragten der Meinung sind, viele Veranstaltungen würden ohne Sponsoren nicht mehr auskommen. 84 Prozent der Befragten finden es gut, dass sich Unternehmen im Sponsoring engagieren, 72 Prozent sind der Meinung, dass die Unternehmen mit Sponsoring-Aktivitäten einen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten.

Eine Neuromarketing-Studie, die Mediaplus Neuro:Impact zeitgleich mitdem "Sponsoringindex" im Auftrag von Sky Media Network durchgeführte, zeigt: Vor allem Live-Sport, vornweg Fußball, biete optimale Voraussetzungen für die Verankerung von Banden- und Trikotwerbung im Langzeitgedächtnis. Das ergab die Untersuchung von 204 Studienteilnehmern, deren Hirnströme gemessen wurden, während sie unterschiedliche Sportprogramme im Fernsehen sahen.


Autor: Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Die Lieblingsthemen von @DieRedakteurin reichen von abenteuerlustigen Gründern über Medien und Super Bowl bis Streaming. Marketinggeschichten und außergewöhnliche Werbekampagnen dürfen aber nicht zu kurz kommen.