Aigner: "Das Internet vergisst nichts"
Zum Tages des sichereren Internets hat sich Ministerin Ilse Aigner wieder zum Datenschutz im Netz zu Wort gemeldet. Gleichzeitig zeigt eine Studie, dass Jugendliche sich cleverer im Netz bewegen als man denkt.
Zum Safer Internet Day hat sich Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner erneut besorgt um die Sicherheit persönlicher Daten im Netz gezeigt. „Das Internet vergisst nichts“, sagte sie zum Auftakt einer Tagung in Berlin. Sie sprach sich für ein Verfallsdatum für Dateien wie Fotos aus, nachdem diese gelöscht werden sollen.
Die Bürger sind gespalten, das zeigt eine Studie des Branchenverbandes Bitkom. Jeder zweite Deutsche hat mittlerweile ein Online-Profil. 13 Prozent der Internetnutzer verzichte aus Angst vor mangelndem Datenschutz auf eine Speicherung persönlicher Daten und Dokumente, aber ebenso vielen ist der Schutz auch total egal, so Bitkom-Präsidiumsmitglied Dieter Kempf. Für viele Leute gebe es kaum Gegensätze zwischen dem realen und dem virtuellen Leben.
Das belegt auch eine aktuelle Studie von Habbo, einer Online-Community für Teenager. Zwar fehlt oft die Unterscheidung zwischen realer und Onlinewelt, aber so ganz unvorsichtig, wie man denken könnte, sind die Jugendlichen gar nicht. Denn sie wissen ganz gut, wie man sich online schützen kann. Zudem geben nur rund 16 Prozent der Befragten weltweit in sozialen Netzwerken ihren richtigen Namen an, in Deutschland sind es sogar nur elf Prozent.
Ministerin Aigner will auf jeden Fall nicht, dass Unternehmen Geschäfte mit den Daten von Nutzern machen, indem sie deren Persönlichkeitsprofile veröffentlichen, das äußerte sie ganz klar. Dafür entlässt sie aber auch die Internetnutzer nicht aus ihrer Pflicht: „Die Verbraucher müssen verantwortungsvoll mit ihren Daten umgehen“.