Axel Prey: "Für Experimentierarbeit will kein Kunde zahlen"
Wer neue Werbeformate wünscht, sollte auch mehr in die nötigen Experimente investieren. Das wünschen sich im Interview mit W&V Online Axel Prey, Euro RSCG München, und Anthony Gibson, Leo Burnett.
Immer mehr klassische Agenturen verdienen ihr Geld mittlerweile zu einem großen Teil mit nicht-klassischer Werbung. Die aktuelle wirtschaftliche Situation wirkt sich deutlich auf den Mediamix aus, bestätigt auch Axel Prey, Geschäftsführer von Euro RSCG München. Am Rande des Kontakter Client Award erklärt er im Interview mit W&V-Web-TV, welche besonderen Herausforderungen sich dadurch für Agenturen ergeben.
"Viele Kunden suchen neue Werbeformen, wissen aber nicht, wonach sie eigentlich genau suchen." Problematisch sei, dass es - anders als in der Klassik - bei vielen neuen Werbeformen keine festen Formate gibt. Das führe immer zu "Laborarbeit", so Prey. "Und für Experimentierarbeit ist der Kunde nicht bereit zu bezahlen." Er fordert deshalb die Einführung fester und kalkulierbarer Werbeformate, etwa im Social Media Bereich. Von den Kunden wünscht er sich mehr "Experimentierfreude".
Auch Anthony Gibson, CEO Leo Burnett, berichtet im Interview über zögernde Mediaspendings und zurückhaltende Unternehmen. Er rät, gerade in Zeiten der Krise und geringer Werbegelder aggressiver zu werben.