Bitkom: Unterhaltungselektronik gibt 2011 nur leicht nach
Für 12,5 Milliarden werden die Bundesbürger in diesem Jahr Flachbildfernseher, Digitalkameras, Blu-ray-Player & Co kaufen - so viel wie keine andere EU-Nation.
Auch ohne Fußball-WM und Olympia können die Anbieter von Unterhaltungselektronik auf hohe Umsätze in Deutschland bauen, prognostiziert der IT-Verband Bitkom. 12,5 Milliarden Euro werden die Bundesbürger in diesem Jahr für Flachbildfernseher, Digitalkameras, Spielkonsolen - und vor allem für Blu-ray-Player ausgeben. Die Geräte für hochauflösende Filmscheiben erleben einen veritablen Boom: 66 Prozent mehr Umsatz traut ihnen Bitkom allein in Deutschland zu. 347 Millionen Euro werden Blu-ray-Player nach dieser Prognose bis Ende des Jahres in die Kassen spülen.
Aber auch Flachbildfernseher sind nach wie vor ein wichtiger Wachstumstreiber. 9,8 Millionen Geräte sollen 2011 an die Verbraucher gehen, so viele wie noch nie innerhalb eines Jahres. Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer macht dafür "die TV-Innovationen des vergangenen Jahres wie Internet-TV, 3D und HDTV-Einführung" verantwortlich.
Insgesamt sieht der Fachverband den Branchenumsatz fast auf dem Niveau des starken Sportjahres 2010, als Fußball-WM und Olympische Winterspiele den Absatz etwa von flachen Fernsehern beflügelten. Auf 12,7 Milliarden Euro summierten sich die Ausgaben der Bundesbürger für Unterhaltungselektronik im vergangenen Jahr. So viel setzte die Branche in keinem anderen EU-Land um. 2011 werden die Anbieter auf 56 Milliarden Euro Umsatz in der gesamten EU kommen, schätzt Bitkom. Das sind sieben Prozent weniger als in 2010.
In Deutschland wird der Markt dagegen nur um 1,7 Prozent schrumpfen. Hohe Umsätze garantiert auch weiterhin der digitale Zeitenwandel: "Vor allem in Deutschland wird die Abschaltung des analogen Satellitenempfangs im April 2012 zu einem Boom bei TV-Geräten und Set-Top-Boxen führen", meint Scheer. "Viele Haushalte sind für einen digitalen TV-Empfang noch nicht ausgestattet und werdne nachrüsten."