Christiansen-Talk: Zuschauer sollen Spitzenpolitiker befragen
Jetzt wurden weitere Details zum neuen Polit-Talk von Sabine Christiansen dem früheren "Spiegel"-Chefredakteur Stefan Aust bekannt: Mit Unterstützung des Publikums will das Moderatoren-Duo Spitzenpolitiker der Bundestagsparteien ins "Kreuzverhör" nehmen.
Jetzt wurden weitere Details zum neuen Polit-Talk von Sabine Christiansen dem früheren "Spiegel"-Chefredakteur Stefan Aust bekannt: Mit Unterstützung des Publikums will das Moderatoren-Duo Spitzenpolitiker der Bundestagsparteien ins "Kreuzverhör" nehmen. Zuschauer sollen über SMS, Telefon und Webcam-Beiträge selber zur Wort kommen und die Kandidaten befragen. Mit diesem Konzept wollen die beiden Talker deutlich machen, dass der Bürger die Wahlentscheidung selber in der Hand habe.
Nach dem Vorbild US-amerikanischer Runden will das Moderatoren-Duo nach eigenen Angaben das Publikum stärker als bisher im deutschen Fernsehen zu Wort kommen lassen. Das Format der "Townhall Meetings", wie es bereits die Konkurrenz von RTL mit Kanzlerin Angela Merkel praktiziert und bei dem die Fragen vorher abgestimmt werden, habe "längst" jeder Sender. "Wir wollen, dass der Zuschauer auf die Äußerungen der Politiker reagiert", sagte Christiansen. "Der Überraschungsmoment muss sein", ergänzte Aust, der Erfahrung als Moderator unter anderem beim "Talk im Turm" auf Sat.1 sowie bei "Spiegel TV" sammelte. RTL hatte mit seinem Townhawl-Format einen veritablen Flop hingelegt.
"Wir können den Polit-Talk nicht neu erfinden, aber ein bisschen weitergehen, als es die anderen geschafft haben", sagte Aust. "Wir lassen uns da von Politikern nichts so schnell vormachen". Wer als Gesprächspartner in das Studio in Berlin-Adlershof kommen soll, sei noch offen. "Wir gehen davon aus, dass wir alle Spitzenpolitiker bekommen". Die Diskussionsthemen sollen je nach Aktualität kurzfristig festgelegt werden.
Zu den Quotenerwartungen äußert sich Sat.1-Geschäftsführer Guido Bolten nicht konkret. Es könne alles sein zwischen "8 und 18 Prozent Marktanteil", sagt Bolten in Berlin. Auf den Jahresmarktanteil wird das ohnehin keinen Einfluss haben. Wann es bei "Ihre Wahl! Die Sat1-Arena zu einem Aufeinandertreffen von Kanzlerin und Herausforderer kommen wird, ließen Aust und Christiansen offen. Das Zeitfenster dafür liegt aber etwa zwischen Anfang und Mitte September.
Die Gesprächsrunde "Ihre Wahl! Die Sat.1-Arena" - tritt vom 23. August an jeweils sonntags um 22.15 Uhr gegen die ARD und "Anne Will" an. "Ich habe nicht die Absicht, eine neue Talkschiene zu beginnen", betonte Christiansen, die sich im Juni 2007 von ihrem Talk in der ARD verabschiedet hatte. "Wöchentliche Sendungen möchte ich nicht mehr machen."
Produziert wird die Sendung von Christiansens Firma TV21in mit redaktionelle Zuarbeit von N24 und Austs Produktionsfirma Agenda medien. Im amerikanischen Wirtschaftskanal CNBC moderiert Christiansen die Runde "Global Players".