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Sparte Sport stärken:
Constantin will weg vom Film

Im Zwist um die Zukunft der Constantin Medien AG könnte sich Vorstandschef Fred Kogel nun doch durchsetzen - und die Sparte Film verkaufen.

Text: Petra Schwegler

28. September 2016

Kann Fred Kogel die Filmsparte verkaufen?
Kann Fred Kogel die Filmsparte verkaufen?

Foto: Constantin Medien

Nun also doch: Constantin-Chef Fred Kogel erwägt den Verkauf des traditionsreichen Filmgeschäfts. Der Vorstand der Münchner AG hat am Mittwoch mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, den Medienkonzern gegen den Widerstand des Großaktionärs Bernhard Burgener strategisch neu auszurichten und auf Sport, Sportmarketing und Veranstaltungsmarketing zu fokussieren.

"In diesem Zusammenhang kommt auch die Veräußerung des Segments Film in Betracht", heißt es in der Mitteilung wörtlich. Der Vorschlag soll nun den Aktionären auf der Hauptversammlung am 9. und 10. November zur Entscheidung vorgelegt werden.

Noch ist unklar, was passieren wird: Der Streit über den künftigen Kurs des Konzerns war auf der letzten Hauptversammlung im Juli eskaliert, die deshalb vertagt werden musste. Aufsichtsratschef und Großaktionär Dieter Hahn will das inzwischen wenig profitable Filmgeschäft abgeben und sich künftig auf die gewinnträchtigen Bereiche Sport 1 und Champions-League-Vermarktung konzentrieren.

Burgener dagegen will die Filmsparte, die Kinofilme wie "Fack Ju Göhte", "Der Schuh des Manitu", "Der Untergang" oder "Nirgendwo in Afrika" produziert hat, jedoch behalten. Hahn und Burgener stehen für jeweils rund 30 Prozent der Stimmrechte. Mit dem überraschenden Tod von Bernd Eichinger hat die Filmsparte vor einigen Jahren ihr Aushängeschild verloren.

Constantin peilt im laufenden Jahr bei 550 Millionen Euro Umsatz 30 Millionen Euro Betriebsgewinn an.

ps/dpa


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Autor: Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.


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