D64: Deutsche Digital-Szene gründet Internetverein
Die Mitgliederliste des neugegründeten Vereins "D64-Zentrum für digitalen Fortschritt“ liest sich wie ein Who-is-Who der deutschen Digital-und Blogger-Szene. Marios Sixtus ist etwa unter den Mitgliedern, Nico Lumma sitzt im Vorstand. Der Verein versteht sich als "Think Tank" für Online-wie auch Offline-Aktivitäten.
Die Mitgliederliste des neugegründeten Vereins "D64-Zentrum für digitalen Fortschritt“ liest sich wie ein Who-is-Who der deutschen Digital-und Blogger-Szene: Mario Sixtus ist da etwa dabei, Mercedes Bunz oder auch Stephan Noller von Nugg.ad und Google-Sprecher Stefan Keuchel. Und im Vorstand sitzt Nico Lumma, der gerade erst Scholz & Friends verlassen hat. Geleitet wird D64 von Kommunikationsstratege Mathias Richel. Richel ist aber auch ein SPD-Mann und so ist der Internetverein ursächlich auch eine sozialdemokratische Angelegenheit.
So schreibt auch Lumma offen in seinem Blog: "Bevor jemand fragt: na sicher, der Verein D64 ist SPD-nah. Aber D64 ist kein SPD-Verein, sondern eine Gruppe von Leuten, die sich dem Thema digitaler Fortschritt verschrieben haben, einige sind in der SPD, die meisten nicht." Die Gründer des Vereins sehen sich als Mitglieder der Generation "C64", eine Anspielung auf den Commodore PC. D64 - das D steht für Deutschland - soll ein kreativer "Think Tank" sein, nach US-amerikanischem Vorbild, der Formate entwickelt, die sowohl Offline-Aktivitäten, als auch Online-Aktivitäten umfasst. Geplant sind Studien und Diskussionsveranstaltungen, aber auch eine Einflussnahme auf das politische Geschehen etwa mittels Blogs. D64 setzt sich unter anderem auch für ein sogenanntes freiwilliges Netzjahr ein, das sich an dem bisherigen Freiwilligen Sozialen Jahr orientieren soll.