Die Marke Adlink verschwindet
Das war's für Adlink: Die Hauptversammlung der AdLink Internet Media AG hat diese Woche die Umbenennung in Sedo Holding offiziell beschlossen. Auch bei Hi-Media verschwindet der Name des angekauften Display-Marketing-Geschäfts.
Ende einer Markenkarriere: Seit 1999 gab es Adlink, nun verschwindet der Markenname. Die Hauptversammlung der Adlink Internet Media AG hat diese Woche offiziell die Umbenennung in Sedo Holding beschlossen. Zudem wechselt der Hauptsitz der United-Internet-Tochter von Montabaur nach Köln. Hi-media, das vergangenes Jahr das Display-Marketing-Geschäft erworben hat, verzichtet künftig ebenfalls auf die Nennung von Adlink im Markennamen.
In der Online-Blütezeit 1999 und 2000 wurde kräftig ins europäische Ausland expandiert, als es bergab ging, konnte sich Adlink das Vermarktungsgeschäft des einstigen Werberiesen Doubleclick (heute Teil von Google) sichern, was sich allerdings im Nachhinein nicht als der große Wurf herausstellte. Strategisch wichtig waren die Zukäufe 2005: Die Bedeutung von Sedo spiegelt sich im geplanten Firmennamen wieder, zudem erwarb das Unternehmen im selben Jahr die Affiliate-Marketing-Spezialisten von Affilinet.
Im ersten Quartal 2010 sank der Umsatz auf knapp 29 Millionen Euro – rund ein Viertel weniger als im Vorjahresquartal.
Der Börsenkurs des Unternehmens ist durch ein Auf und Ab gekennzeichnet: Gestartet war die Aktie mit rund 17 Euro im Jahr 2000, es folgte der Absturz bis hin zum Pennystock. 2007 hatte sich das Unternehmen wieder auf knapp 20 Euro erholt. Derzeit liegt der Kurs zwischen 3,10 Euro und 3,42 Euro.