Als vierten Bewerber weist die SLM die Münchner Radi/o Digital GmbH aus, eine Investorengruppe mit einigen ehemaligen Mitstreitern der gescheiterten Nachrichtenagentur dapd. Als Geschäftsführer tritt hier Caspar Schilgen auf.

Bauer fehlt (noch) auf der Liste

Nun doch nicht vertreten ist Bauer. Der Hamburger Verlag, der mit digitalem Radio vor allem in Großbritannien große Erfolge erzielt hat, hatte in der Vergangenheit immer wieder großes Interesse an DAB+ signalisiert - sollten die Rahmenbedingungen in Deutschland stimmen.

Noch heißt es nicht, dass Bauer gar nicht mitmischen wird: Ein zweiter Bundesmux darf mit vielen Radiomarken bespielt werden, die Übertragungskapazitäten werden dem Ausgewählten unter den 4 Bewerbern zugewiesen. Dieser darf sie dann in einem zweiten Schritt an Anbieter verteilen. Hier könnte Bauer zum Zuge kommen. Bis zu 16 weitere bundesweite DAB+ Hörfunkprogramme sind denkbar. 

Fürs Erste wird sich der Fachausschuss Netze, Technik, Konvergenz der Medienanstalten am 7. März mit den Bewerbungen für den Plattformbetrieb befassen und "eine erste Bewertung in Bezug auf die Zulässigkeit und Qualität der Anträge vornehmen", wie es heißt. 


Petra Schwegler, Redakteurin
Autor: Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.