USA:
Drogen auf Rezept - Sushi vom Dealer
Mit einem sehr schrägen Spot, der im US-Bundesstaat New Jersey ausgestrahlt wird, wirbt ein Vermittlungsportal für von Ärzten zur Behandlung eingesetztes Marihuana.
"Legalize Himbeereis", texteten die Spontis in den Achtzigern. "Legalize Sushi" könnte nun das neue Motto der Amis werden. Mit einem sehr schrägen Spot, der im US-Bundesstaat New Jersey ausgestrahlt wird, wirbt ein Vermittlungsportal für von Ärzten zur Behandlung eingesetztes Marihuana. Das Medical Cannabis Network (MCN) arbeitet mit Medizinern zusammen, die Marihuana verschreiben - wo sie eine Notwendigkeit sehen. Um den Patienten deutlich zu machen, dass sie auf diesem Weg legal und sicher an das Rauschmittel gelangen, schaltet MCN im Nachtprogramm von mehreren Kabelsendern diesen Werbespot, der inhouse entstanden ist. Ohne illegale Drogen zu zeigen, macht der Film auf die Nachteile des Straßenverkaufs aufmerksam: Der Dealer im Clip verkauft Sushi.
In Massachusetts soll der Werbefilm im April laufen, im Sommer im Bundesstaat Illinois. In Deutschland fällt Cannabis unter das Betäubungsmittelgesetz und wird lediglich in nicht näher bestimmten "geringen Mengen" zum Eigenbedarf toleriert. In den USA erlauben 22 Bundesstaaten (darunter New Jersey, Massachusetts und Kalifornien) den medizinischen Einsatz von Cannabis und Marihuana; als Rauschmittel ist es verboten, der Besitz wird aber in einigen Staaten in geringen Mengen toleriert - überall sonst von der DEA (Drug Enforcement Administration) verfolgt.