EU-Kommissarin will Selbstregulierung für Online-Werbung
EU-Kommissarin Neelie Kroes fordert von der Internet-Industrie konstruktive Vorschläge für eine Selbstregulierung im Online-Datenschutz.
Die EU-Kommissarin für die Digitale Agenda Neelie Kroes fordert von der Internet-Industrie konstruktive Vorschläge für eine Selbstregulierung im Online-Datenschutz. Zur Vorstellung der McKinsey-Studie "Verbrauchervorteile durch Online Werbung" hat sie ihre Vorstellungen bezüglich der Umsetzung der E-Privacy-Richtlinie weiter konkretisiert. Kroes hatte betont, dass Online-Werbung einen unverzichtbarer Bestandteil der digitalen Wirtschaft darstellt und nun die Notwendigkeit bestehe, gemeinsam an einer guten Lösung zu arbeiten. Neben dem hohen Nutzwert sieht die Kommissarin aber auch klare Grenzen - dem Nutzer dürfe man nicht respektlos gegenüberstehen.
Die EU-Kommissarin erwartet nach ihren Angaben nun von der Industrie eine entsprechende Sensibilisierung und den Aufbau funktionierender Selbstregulierungen, die Transparenz durch Information, Wahlmöglichkeiten der Nutzer sowie klare Regelungen im Umgang mit Nutzerbeschwerden inklusive entsprechender Sanktionsmechanismen garantieren sollen. Zur Umsetzung will Kroes aber kein generelles Opt-In-Verfahren durchsetzen, die Industrie solle eher funktionierende Lösungsvorschlägeim Rahmen der Selbstregulierung erarbeiten. Sie fordert die Industrie auf, schnell entsprechende Angebote in allen 27 Mitgliedsländern aufzubauen, da die E-Privacy-Richtlinie bis Mai 2011 umgesetzt werden soll.
Der Bundesverband der Deutschen Internetwirtschaft (BVDW) will nun, so BVDW-Vize Matthias Ehrlich, "das Gesprächsangebot der Kommission in Zusammenarbeit mit dem IAB Europe gerne annehmen".